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Original-Prüfungsfragen für Heilpraktiker

Hier finden Sie alle Original-Heilpraktikerprüfungen der Gesundheitsämter ab 2006. Die HP-Prüfungen ab dem Jahr 2010 sind kommentiert. 

Möchten Sie die Prüfungen selbst lösen, so wählen Sie die Möglichkeit "Nur Fragen (ohne Lösung)". Möchten Sie Fragen mit Lösungen und Kommentaren präsentiert bekommen, so wählen Sie "Fragen, Lösungen & Kommentare". 

Die aktuelle Überprüfung wird von uns immer gleich am Tage der Prüfung eingestellt. Bitte beachten Sie, dass es in der ersten Tagen noch zu Änderungen der Lösung kommen kann, da uns zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt ist, welche Lösung vom Gesundheitsamt verlangt wird. 

Unsere Schule bietet am Prüfungstag eine Nachbesprechung der Prüfung, sowohl für unsere Schüler als auch für Schüler anderer Schulen an. Diese Veranstaltung ist kostenlos.

Tipp!

Als Schüler unserer Heilpraktikerausbildung oder Teilnehmer der HP-Prüfungsvorbereitungskurse können Sie auch unser Amtsarztprüfungsarchiv im E-Learning kostenlos nutzen: Tausende Prüfungsfragen der letzten 25 Jahre, die Sie im Themenmodus nutzen können, um gezielt Ihren Wissensstand der einzelnen Organsysteme zu überprüfen. Oder für Prüfungssimulationen, um die Prüfungssituation (60 Fragen, 120 Minuten Zeit) durchzuspielen.

Kostenlose Amtsarztprüfungen der letzten Jahre

Hier (bitte unten aufklappen!) finden Sie die Original-Fragen der Amtsarztprüfungen der letzten Jahre. Die PDF-Dokumente können Sie herunterladen und ausdrucken, um damit zu üben.

Alle Originalprüfungen seit 2006 mit ausführlichen Kommentaren.

Prüfungssimulation

Trainieren Sie mit Original-Prüfungsfragen und führen Sie simulierte Prüfungen in der Originaldauer (120 Minuten für 60 Fragen) durch. So werden Sie fit für die amtsärztliche Überprüfung.

2020 März

wurde wegen Corona abgesagt

Frage des Tages

Wissen Sie die richtige Antwort?

Bei der "Frage des Tages" finden Sie jeden Tag eine neue Lernfrage für Heilpraktiker. 

Die Frage des Tages wechselt täglich. Schauen Sie deshalb während Ihrer Heilpraktikerausbildung regelmäßig vorbei! 

Fachworttrainer

Mit unserem Fachworttrainer können Sie auf spielerische Weise über 2.000 Fachbegriffe erlernen und üben und sich so im Praxisalltag und mit Fachkollegen professionell verständigen.


Tipps zur Prüfung

Die wenigsten Menschen gehen ruhig und gelassen in eine Prüfung. Und ein gewisses Maß an Prüfungsangst ist vollkommen normal. Schränkt Sie die Angst jedoch bei den Prüfungsvorbereitungen, in Ihrer Konzentrations- oder Leistungsfähigkeit stark ein, sollten Sie sich um Abhilfe bemühen.

Je ruhiger und entspannter Sie sind, umso mehr Ressourcen hat der Körper eine Leistung (in diesem Fall: Wissen) abzurufen.

Es gibt eine Reihe mentaler Techniken oder natürlicher Mittel zur Linderung von Angst und Stress.

Lernblockaden und Prüfungsangst mit EFT (Emotional Freedom Techniques) lösen

EFT bietet die Möglichkeit, Lernblockaden zu lösen und Prüfungsangst zu reduzieren. Zusätzlich können Sie mit EFT zwischendurch für eine schnelle Entspannung Ihres Nervenssystems sorgen. 
Spätestens, wenn Ihr Kopf während des Lernens nichts mehr abspeichern kann, oder Sie das Gefühl haben, sich an das Gelernte nicht mehr erinnern zu können, klopfen Sie die EFT Körperklopfpunkte.
Nicht selten sind festsitzende und blockierende Glaubenssätze die Auslöser für Lernblockaden und Prüfungsangst. EFT bietet die Möglichkeit diese Glaubenssätze dauerhaft zu lösen, um mit Klarheit weiter Lernen zu können und selbstbewußt in die Prüfung zu gehen.
Durch das aktive Klopfen können Sie ihren eigenen Energiefluss wieder aktivieren und der Prüfung Stück für Stück gelassener und konzentrierter entgegentreten.
Die Klopftechnik als solche können Sie schnell und unkompliziert mit ein wenig Unterstützung erlernen.
Und das Beste daran ist: Alles, was Sie für die EFT-Klopftechnik brauchen, haben Sie immer dabei – Ihre Finger und Ihren eigenen Körper! 

Kurzanleitung:
Konzentrieren Sie sich beim Klopfen auf das Gefühl und die dazugehörige Körperempfindung.
EFT Körperklopfpunkte mit 3 Fingerspitzen 4-7x leicht klopfen: 

  1. Oben auf dem Kopf
  2. Beginn der Augenbraue
  3. Neben dem Auge an der Schläfe
  4. Unter dem Auge auf dem Jochbein
  5. Unter der Nase in der Falte
  6. Unter dem Mund in der Kuhle
  7. Unter dem Schlüsselbein
  8. Unter dem Arm auf Höhe der Brust (hier mit der flachen Hand klopfen)

Atmen
Nach 2 Klopfrunden spüren Sie nach, ob sich etwas verändert hat.
Klopfen Sie so lange, bis das Gefühl kaum noch belastend ist.

Viel Erfolg bei Ihrer nächsten Prüfung! 

Bewusstes Atemholen ist eine wunderbar einfache Methode, um Stress abzubauen und sich zu entspannen. Sie können Atemübungen jederzeit und vor allem ganz unauffällig durchführen.

Atementspannungen eignen sich besonders, um unmittelbar vor einer anstehenden Prüfung Anspannung abzubauen. Zum Beispiel:

Länger ausatmen

Kommen Sie zur Ruhe und konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem. Wenn Sie entspannt sind zählen Sie, wie viele Sekunden Sie ein- und wie viele Sie ausatmen.

Verlängern Sie die Phase des Ausatmens mit jedem Atemzug ein bisschen mehr, bis sie doppelt so lang ist, wie jene des Einatmens.

Die 4-4-4-Atemtechnik

  1. Atmen Sie 4 Sekunden lang durch die Nase ein.
  2. Halten Sie die Luft etwa 4 Sekunden an.
  3. Atmen Sie dann durch den Mund 4 Sekunden lang aus.

Atemübung zur Beruhigung: Die 5er-Übung

  1. Atmen Sie gleichmäßig für ca. fünf Sekunden durch die Nase ein.
  2. Dann fünf Sekunden durch den Mund ausatmen.
  3. Führen Sie die Atemübung 2 bis 5 Minuten durch, bis Sie sich entspannter fühlen.

Damit Sie in Stresssituationen Ihre Atemübungen ohne groß nachzudenken einsetzen können sollten Sie sie am besten regelmäßig durchführen. Zum Beispiel immer morgens oder abends.

Bei progressiver Muskelentspannung werden nacheinander alle Muskeln bewusst angespannt und danach wieder entspannt. Somit wird der Körper trainiert, frühzeitig auf eine Verspannung mit einer Entspannung zu reagieren. Als Entspannungsmethode ist PME gut zur Stressbewältigung geeignet.

Progressive Muskelentspannung ist leicht erlernbar und Sie benötigen keine Vorkenntnisse.

Ätherische Öle werden seit Jahrhunderten bei einer Vielzahl von Beschwerden angewendet, einschließlich der der Behandlung von Angst und Stress. Auch wenn viele ätherische Öle beruhigend wirken, sind einige besonders wirksam gegen Angstzustände:

1) Lavendel

Lavendel ist besonders wirksam gegen Angst. Zusätzlich zu seiner beruhigenden Wirkung unterstützt Lavendel auch gesunden, erholsamen Schlaf.

2) Rose

Auch das floral duftende ätherische Rosenöl beruhigt, lindert Angst und fördert den Schlaf.

3) Kamille blau

Kamille ist nicht nur eine beruhigende Zutat im Tee, das ätherische Öl ist auch hervorragend zur Reduzierung von Sorgen und Stress geeignet.

Bachblüten wirken ausgleichend auf Körper, Geist und Seele. Dadurch werden Stress-auslösende Reaktionen des Körpers gemildert bis harmonisiert und ein Leistungsabruf wird möglich.

Bachblüten gegen Prüfungsangst

Larch Steigert das Vertrauen in sich und die Welt.

Rock Rose Gegen Panikanfälle aller Art.

Mimulus Bei konkreter Angstvor der Prüfungssituation.

Cerato Wenn man entmutigt istund eine negative Erwartungshaltung hat.

Wild Oat Hilft, ein klares Ziel vor Augen zu haben.

Elm Bei Angst den späteren Aufgaben nicht gewachsen zu sein (z.B. späterer Praxistätigkeit, denn das kann das Bestehen der Prüfung unterbewusst verhindern).

Aspen Bei vagen Angstgefühlen, ohne dass man sagen könnte wovor genau.

Star of Bethlehem Hilft beim Verarbeiten von unangenehmen Erlebnissen, z.B. wenn man schon mal durch die Prüfung gefallen ist.

Oak Bei Erschöpfung durch zu viele Aufgaben, wenn man trotz der Erschöpfung tapfer immer weiter kämpft.

Rock Water Bei zuhohen Anforderungen an sich und wenn man zu viel Härte gegen sich selbst zeigt.

Walnut Hilft für einen Neuanfang bereit zu sein.

Affirmationen können Sie für jeden Bereich Ihres Lebens anwenden, klassische Bereiche sind Beruf, Fülle/Reichtum, Gesundheit, Partnerschaft, Selbstvertrauen. Man muss nicht spirituell veranlagt sein, um Affirmationen für sich zu nutzen. Wichtig ist aber eine gewisse Hartnäckigkeit und Ausdauer - denn was Sie in vielen Jahren verinnerlicht haben, können Sie schwerlich in zwei Wochen verändern.

Wählen Sie eine Affirmation aus, die Ihnen besonders zusagt oder überlegen Sie sich eine eigene (persönliche).

  • Ich bin bereit, meinen Weg zu gehen.
  • Ich meistere meine Aufgaben.
  • Ich gehe meinen Weg mit Vertrauen.
  • In mir ist Gelassenheit und Ruhe.
  • Ich atme ruhig, tief und gleichmäßig
  • Ich bin so dankbar für diesen Weg, der vor mir liegt.
  • Ich bin ein Hauptgewinn, für all die Menschen mit denen ich arbeite.
  • Ich fokussiere mich auf meine Talente und auf meine Fähigkeiten.
  • Ich bin voller Energie.
  • Ich habe keine Angst vor großen Aufgaben, denn ich weiß, ich kann alles schaffen.

Um die Wirksamkeit solcher Affirmationen zu unterstützen, können Sie sie auch aufschreiben, beispielsweise in einem Erfolgstagebuch oder einem selbst gestalteten Bullet Journal. Viele nutzen auch einfach kleine Notizzettel und platzieren sie in ihrer Wohnung, am Lernplatz, um immer wieder daran erinnert zu werden.

Organisatorische Fragen in der Prüfungsvorbereitung

Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die sich Ihnen in der Vorbereitungsphase auf Ihre Prüfung stellen.
Wir freuen uns auf weitere Fragen und Vorschläge zur Ergänzung. Senden Sie eine E-Mail an info(at)isolde-richter.de

Die Ausbildung für Heilpraktiker ist vom Gesetzgeber nicht geregelt. Das heißt, dass es Ihnen letztendlich selbst überlassen ist, wie Sie sich für die Prüfung vorbereiten. Wichtig ist nur, dass Sie den prüfungsrelevanten Stoff beherrschen.

Der Gesetzgeber zählt im Heilpraktikergesetz (HeilpG) fünf Voraussetzungen auf, die erfüllt sein müssen, damit Sie eine Erlaubnis zum Ausüben der Heilkunde erhalten können.

  • Der Antragsteller muss mindestens 25 Jahre alt sein. (Nachweis: Geburtsurkunde)
  • Er muss mindestens einen Hauptschulabschluss haben. (Nachweis: letztes Schulzeugnis)
  • Er muss sittlich zuverlässig sein. (Nachweis: Polizeiliches Führungszeugnis)
  • Er muss gesundheitlich geeignet sein. (Nachweis: Ärztliches Attest)
  • Er darf keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung oder seiner Patienten sein.


Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, werden Sie zur Prüfung zugelassen.
Bei der Prüfung weisen Sie nach, dass Sie „keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung“ darstellen. Nach Bestehen der Prüfung bescheinigt Ihnen dies das Gesundheitsamt. Diese Bescheinigung benötigen Sie, wenn Sie einen Erlaubnisschein zum Ausüben der Heilkunde gemäß dem Heilpraktikergesetz beantragen.

Am 22. März 2018 wurden Leitlinien in Kraft gesetzt, die die Überprüfung der Heilpraktiker-Anwärter regeln.

Prüfungstermine

Pro Jahr gibt es bundeseinheitlich zwei Termine für die schriftliche Überprüfung (1. Prüfungsteil), und zwar jeweils am 
•    3. Mittwoch im März und am 
•    2. Mittwoch im Oktober
Hat man den schriftlichen Teil bestanden, so erhält man anschließend einen Termin für die mündliche Überprüfung (2. Prüfungsteil) vom Gesundheitsamt zugeteilt.

Anmeldefristen

Die jeweiligen Anmeldefristen zur Überprüfung sind in den einzelnen Bundesländern leider nicht einheitlich festgelegt, es gibt zum Teil erhebliche Unterschiede. Zumeist gilt eine Anmeldefrist, die etwa drei Monate vor dem Termin zur schriftlichen Überprüfung ausläuft. Sie sollten die Anmeldefrist jedoch unbedingt bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt erfragen. Fast alle Gesundheitsämter haben die für sie geltenden Anmeldungsfristen und die erforderlichen Unterlagen im Internet eingestellt.
Der mündliche Überprüfungstermin (2. Prüfungsteil) folgt für Antragsteller, die im März den schriftlichen Teil erfolgreich absolviert haben, meist in den Monaten April bis September. Für Antragsteller, die den schriftlichen Teil der Überprüfung im Oktober erfolgreich absolviert haben, liegen die Termine meist in den Monaten November bis Februar.

Lange Wartezeiten

Bei einigen Gesundheitsämtern müssen Sie mit übermäßig langen Wartezeiten rechnen. Dagegen können Sie jedoch Einspruch erheben. Da Sie als antragsberechtigter Bürger einen Rechtsanspruch darauf haben, dass über Ihren Antrag in angemessener Frist entschieden wird, raten wir Ihnen zu diesem Schritt. Hier können Sie einen entsprechenden Formulierungsvorschlag herunterladen >>

Sie haben Ihren Wohnsitz in Deutschland:

In der Regel ist das Gesundheitsamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich Sie Ihren Wohnsitz haben, da man davon ausgeht, dass Sie beabsichtigen, hier auch Ihre Praxis zu eröffnen. Beabsichtigen Sie jedoch, Ihre Praxis an einem anderen Ort zu eröffnen, so ist diejenige Behörde für Sie zuständig, in deren räumlichen Zuständigkeitsbereich die heilpraktische Tätigkeit ausgeübt werden soll.
In diesem Fall gilt für Sie das unter "Wohnsitz im Ausland" beschriebene Vorgehen.

Sie haben Ihren Wohnsitz im Ausland:

Wenn Sie im Ausland leben und hier in Deutschland zur Heilpraktiker-Überprüfung zugelassen werden möchten, ist diejenige Behörde für Sie zuständig, in deren räumlichen Zuständigkeitsbereich die heilpraktische Tätigkeit ausgeübt werden soll. Bei der Antragstellung sind objektive und nachvollziehbare Gründe für den geplanten Niederlassungsort in Deutschland anzugeben. Nachvollziehbare Gründe können beispielsweise bestehende geschäftliche oder familiäre Beziehungen sein. Am einfachsten ist es, wenn Sie hier in Deutschland einen bereits bestehenden Haupt- oder Nebenwohnsitz haben.
Sie sollten aber auf jeden Fall das Gesundheitsamt in dem Sie die Prüfung ablegen möchten kontaktieren und erfragen, welche Nachweise sie haben möchten, da es da große Unterschiede zwischen den Gesundheitsämtern gibt. So verlangen beispielsweise einige Gesundheitesämter den Mietvertrag für Praxisräume, anderen genügt die Absichtserklärung.

Beispiel für Begründungen des Prüfungsortes:

Ich beabsichtige eine künftige HP-Praxis in (z.B. meiner Geburtsstadt) Berlin zu eröffnen, weil ich

  • wieder dort hinziehen möchte. Ich habe lange Jahre dort gewohnt und möchte wieder zu meinen Wurzeln zurückkehren.
  • dort Verwandte (Eltern, Schwester, Freunde, Geschäftspartner) habe, die für mich schon auf der Suche nach geeigneten Praxisräumen sind.
  • mit Studienkollegen (Freunden) gemeinsam eine Praxis eröffnen möchte.
  • dort bereits eine Wohnung mit Praxis in Aussicht habe.

Bei Nichtbestehen der Überprüfung steht Ihnen innerhalb eines Monats ein Widerspruchsrecht zu. Eine Möglichkeit die Überprüfung zu wiederholen, besteht nach einem halben Jahr. Die Zahl der möglichen Wiederholungen ist nicht beschränkt.
Es muss bei jeder Wiederholung auch der schriftliche Teil wiederholt werden, selbst wenn man diesen bestanden hatte und man nur an der mündlichen Überprüfung gescheitert ist.

Sonderfall Hessen
In Hessen gilt: Bei Nichtbestehen der HP- bzw. HPP-Prüfung kann diese dreimal wiederholt werden. Das bedeutet ein Prüfling kann die Prüfung viermal versuchen (4 Anläufe). Nach dem 4. Fehlversuch kann der Prüfling sein Glück noch in einem anderen Bundesland versuchen, bei dem die Anzahl der Anläufe nicht begrenzt ist. Allerdings muss er bei diesem Gesundheitsamt nachweisen, dass es zuständig ist. Dies kann durch die Vorlage der Meldebescheinigung oder der Bestätigung, dass er Praxisräume im Zuständigkeitsbereich angemietet haben. Besteht der Prüfung in diesem anderen Bundesland die Prüfung, so gilt diese bundesweist - also auch in Hessen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihre Anmeldung zur Prüfung.

  1. Ermitteln Sie das für Sie zuständige Gesundheitsamt.
    Fragen Sie bei Ihrem Rathaus am Ort oder beim Landratsamt nach, welches Gesundheitsamt für Ihre HP-Überprüfung zuständig ist. Grundsätzlich setzen die Zulassungsstellen voraus, dass Sie entweder Ihren ersten oder zumindest zweiten Wohnsitz im Zuständigkeitsbereich der Zulassungsstelle haben oder objektiv nachvollziehbar darlegen können, dass Sie in deren Zuständigkeitsbereich nach Erteilung der HP-Erlaubnis eine HP-Praxis eröffnen und betreiben wollen.
  2. Da die Gesundheitsämter den Landratsämtern unterstellt sind, richten Sie Ihren Antrag an das zuständige Landratsamt/Gesundheitsamt. Ihren Antrag können Sie in etwa so formulieren:
    An das Landratsamt/Ordnungsamt
    Straße
    PLZ + Ort

    Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
    hiermit beantrage ich die Erlaubnis zum Ausüben der Heilkunde gemäß dem Heilpraktikergesetz. Bitte teilen Sie mir mit, welche Unterlagen ich im Einzelnen vorlegen muss, damit meinem Antrag stattgegeben werden kann. 

    Hochachtungsvoll
    (Unterschrift)
     
  3. Nun warten Sie auf die Mitteilung des Landratsamt, welche Unterlagen benötigt werden. Das ist von Amt zu Amt verschieden. Man wird Ihnen mitteilen, dass Sie in jedem Fall  folgende Unterlagen benötigen, um Ihrem Antrag stattgeben zu können:
     
    • Ihren Personalausweis oder die Geburtsurkunde als Nachweis, dass Sie mindestens 25 Jahre alt sind.
    • Ihr letztes Schulzeugnis als Nachweis, dass Sie mindestens einen Hauptschulabschluss haben. 
    • Ein polizeiliches Führungszeugnis als Nachweis, dass Sie sittlich zuverlässig sind. Dieses können Sie beim zuständigen Ordnungsamt beantragen. Bitte beachten Sie, dass dieses beim Ablegen der Überprüfung nicht älter als drei Monate sein darf.   
    • Ein ärztliches Attest, um Ihre gesundheitliche Eignung nachzuweisen.

    Am besten formulieren Sie das Schreiben selbst vor und lassen es dann vom Arzt unterschreiben und stempeln. Muster:

    An das Landratsamt/Ordnungsamt
    Straße
    PLZ + Ort

    Hiermit bestätige ich Herrn/Frau ......................
    dass er/sie in gesundheitlicher Hinsicht geeignet ist, den Beruf des Heilpraktikers auszuüben.
     
  4. Je nachdem in welchen Bundesland Sie leben, wird man von Ihnen eventuell noch verlangen:
  • Einen kurz gefassten Lebenslauf.
  • Eine Erklärung, ob ein gerichtliches Strafverfahren oder ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren gegen Sie läuft.
  • Die Angabe, ob bereits früher eine Erlaubnis erteilt wurde, die Ihnen wieder entzogen wurde.

Die Überprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

Schriftliche Prüfung

Die schriftliche Überprüfung besteht in der Regel aus 60 bis 80 MC-Fragen (Antwort-Wahlverfahren). Davon müssen 75 Prozent richtig beantwortet sein, damit die Prüfung als bestanden gewertet wird. Allerdings kann es sein, dass ein Bundesland von den 75 Prozent abweicht. In diesem Fall werden Sie jedoch von der prüfenden Stelle darauf hingewiesen. Nur wer den schriftlichen Teil bestanden hat, wird zur mündlichen Überprüfung zugelassen.


Mündliche Prüfung

Die mündliche Prüfung dauert mindestens 15 und höchstens 60 Minuten. Es kann in Gruppen mit bis zu vier Antragstellern geprüft werden. Im mündlichen Teil der Überprüfung sind die gestellten Fragen vom Antragsteller in freier Form zu beantworten. Dem Antragsteller kann auch eine praktische Aufgabe gestellt werden, deren Handhabung er dem Prüfungsgremium zu demonstrieren hat.

Inhalt der Überprüfung (nach den Richtlinien)

1 Inhalte der Überprüfung

Ziel der Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten der antragstellenden Person ist es festzustellen, ob von ihrer Tätigkeit bei der Ausübung von Heilkunde eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung im Allgemeinen oder die Patientinnen und Patienten im Besonderen ausgehen kann. Dementsprechend ist bei den nachfolgenden Gegenständen der Überprüfung insbesondere darauf zu achten, dass die antragstellende Person die Grenzen ihrer persönlichen Kennt­nisse und Fähigkeiten kennt, sich der Gefahren im Falle ihrer Überschreitung bewusst und bereit ist, ihr berufliches Handeln danach auszurichten.

1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

1.1.1  Die antragstellende Person kennt das Gesundheitssystem in Deutschland in seinen wesentlichen Strukturen und weiß um die Stellung des Heilpraktikerberufs in diesem System.

1.1.2  Die antragstellende Person kennt die für die Ausübung des Heilpraktikerberufs relevanten Rechtsvorschriften aus dem Straf- und Zivilrecht sowie aus anderen einschlägigen Rechtsgebieten, insbesondere das Heilpraktikergesetz, das Patientenrechtegesetz, das Heilmittelwerbegesetz und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und ist in der Lage, ihr Handeln im Interesse des Patientenschutzes nach diesen Regelungen auszurichten.

1.1.3  Die antragstellende Person kennt die medizinrechtlichen Grenzen sowie Grenzen und Gefahren allgemein üblicher diagnostischer und therapeutischer Methoden bei der Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten aufgrund von Arztvorbehalten insbesondere im Bereich des Infektionsschutzes, im Arzneimittel- oder Medizinprodukterecht und ist in der Lage, ihr Handeln nach diesen Regelungen auszurichten.

1.1.4  Die antragstellende Person kann ihre eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten zutreffend einschätzen; sie weiß ins­besondere über die Grenzen ihrer Fähigkeiten auch mit Blick auf ihre haftungsrechtlichen Verantwortlichkeiten Bescheid.

1.2 Qualitätssicherung

1.2.1  Der antragstellenden Person sind die Grundregeln der Hygiene einschließlich Desinfektions- und Sterilisationsmaßnahmen bekannt; sie ist in der Lage, diese bei der Ausübung des Berufs zu beachten.

1.2.2  Die antragstellende Person ist sich der Bedeutung von Qualitätsmanagement und Dokumentation bei der Berufsausübung bewusst; sie ist in der Lage, diese Kenntnisse bei der Ausübung des Berufs zu beachten.

1.3 Notfallsituationen
Die antragstellende Person ist in der Lage, Notfallsituationen oder lebensbedrohliche Zustände zu erkennen und eine angemessene Erstversorgung sicherzustellen.

1.4 Kommunikation

1.4.1  Die antragstellende Person verfügt über die für eine Ausübung des Heilpraktikerberufs notwendigen Kenntnisse in der medizinischen Fachterminologie.

1.4.2  Die antragstellende Person kann aufgrund dieser Kenntnisse angemessen mit Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen kommunizieren und interagieren.

1.4.3  Die antragstellende Person ist im Rahmen ihrer Stellung im Gesundheitssystem in der Lage, sich mit anderen Berufsgruppen und Institutionen im Gesundheitswesen fachbezogen zu verständigen.

1.5 Medizinische Kenntnisse

1.5.1  Die antragstellende Person verfügt über die zur Ausübung des Heilpraktikerberufs notwendigen Kenntnisse der Anatomie, pathologischen Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie sowie Pharmakologie.

1.5.2  Die antragstellende Person verfügt über die zur Ausübung des Heilpraktikerberufs notwendigen Kenntnisse der allgemeinen Krankheitslehre sowie akuter und chronischer Schmerzzustände.

1.5.3  Die antragstellende Person verfügt über die zur Ausübung des Heilpraktikerberufs notwendigen Kenntnisse zur Erkennung und Behandlung von physischen und psychischen Erkrankungen bei Patientinnen und Patienten aller Alters­gruppen, insbesondere in den Bereichen von:

  • Erkrankungen des Herzes, Kreislaufs und der Atmung
  • Erkrankungen des Stoffwechsels und des Verdauungsapparats
  • immunologischen, allergologischen und rheumatischen Erkrankungen
  • endokrinologischen Erkrankungen
  • hämatologischen und onkologischen Erkrankungen
  • Infektionskrankheiten
  • gynäkologischen Erkrankungen
  • pädiatrischen Erkrankungen
  • Schwangerschaftsbeschwerden
  • neurologischen Erkrankungen
  • dermatologischen Erkrankungen
  • geriatrischen Erkrankungen
  • psychischen Erkrankungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparats
  • urologischen Erkrankungen
  • ophthalmologischen Erkrankungen
  • Erkrankungen des Halses, der Nase und der Ohren

Suchen Sie sich ein gutes und seriöses Ausbildungsinstitut, das Ihnen das für die Prüfung notwendige Wissen vermittelt. Als Schüler der Naturheilschule Isolde Richter haben Sie diesbezüglich schon das große Los gezogen! Arbeiten Sie gründlich alle Lehrhefte durch.


Zusätzlich sollten Sie noch folgende Fähigkeiten gründlich schulen:

  • Das Lösen von MC-Fragen
    Unser E-Learning-Portal bietet Ihnen umfassende Unterstützung beim Lernen und Verfestigen des Unterrichtsstoffs.
    • Zu allen prüfungsrelevanten Themen und Organsystemen finden Sie im Fragenzentrum des E-Learning-Portals zahlreiche MC-Fragen (Multiple Choice) zum Üben in verschiedenen Modi. 
    • Ebenfalls im E-Learning-Portal können Sie die originalen Amtsarztfragen der letzten Jahre nutzen, um Prüfungssimulationen durchzuspielen oder die Fragen im Themenmodus abzuarbeiten. Dabei handelt es sich um die originalen Prüfungsfragen, wie Sie von den Gesundheitsämtern gestellt wurden, die die Prüfung nach den Richtlinien des Bundes und der Länder vornehmen.
  • Praktische Fähigkeiten
    Die Prüfungsrichtlinien verlangen von Ihnen, dass sie eine praktische Tätigkeit durchführen, z.B. abhören, abtasten, abklopfen oder eine Injektion setzen.

    Reden, reden, reden

    In der mündlichen Prüfung bleiben dem Prüfer ca. 20 bis 30 Minuten um einzuschätzen, ob Sie eine "Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung" wären. Er muss sich bei der Beurteilung also auf Ihr ("selbstsicheres"?) Auftreten verlassen und darauf, was Sie verbal von sich geben. Wenn Sie aber das meiste Ihres Wissen nur gedanklich aufsagen, kann der Prüfer nicht erkennen, wie groß Ihr medizinisches Wissen ist. Denken Sie deshalb laut!

    Legt Ihnen der Prüfer z.B. ein Bild vor, so können Sie sagen, leider kann ich auf dem Bild nicht genau erkennen, ob es sich hier um Lichtblitze oder um kleine Eiterstippchen handelt. Wenn es Eiterstippchen sind, dann denke ich … So weiß der Prüfer, dass Sie über das entsprechende Wissen verfügen. Sitzen Sie dagegen nur stumm da und überlegen fieberhaft, worum es sich handeln könnte, so wird der Prüfer vermuten, dass Ihnen nichts einfällt.

    Wichtige Regel: Den Prüfer an allen gedanklichen Zwischenschritten teilhaben lassen!

    Den Prüfer nicht langweilen!

    Nun sollen Sie in der Prüfung zwar reden, reden, reden – aber nicht darum herumreden ("labern"). Wenn Sie also zu einer Frage keine Antwort wissen und Ihnen auch keine differenzialdiagnostischen oder sonstigen Überlegungen einfallen, so ist es besser, dies zu sagen. Es ist nicht gut, einfach herumzureden und zu versuchen, etwas ganz anderes zu sagen als gefragt wurde.

    Wissenslücken

    Die Medizin ist ein riesiges, unüberschaubares Gebiet. Heute ist es niemandem mehr möglich, das gesamte medizinische Wissen zu erlernen. Dies ist der Grund, warum es so viele Fachärzte gibt. Man wird in der Prüfung also nicht von Ihnen verlangen, dass Sie alles wissen - es geht vielmehr darum zu zeigen, dass Sie über ein solides medizinisches Grundwissen verfügen.
    Vor allem müssen Sie in der Lage sein, gefährliche von ungefährlichen Erkrankungen zu unterscheiden.

    Nur bei einigen Themen sind Fehler gleichbedeutend mit einem "Aus" für die Prüfung (zumindest für ein halbes Jahr), das sind:

    • Gesetzeskunde:  Sie müssen genau wissen, was Sie als Heilpraktiker dürfen und was nicht.
    • Notfallverhalten: Sie müssen in der Lage sein, Notfälle als solche zu erkennen und wissen, wie Sie in einzelnen Fällen wirksame Erste-Hilfe-Maßnahmen leisten können.
    • Infektionskrankheiten: Einen Prüfungsschwerpunkt bilden die Infektionskrankheiten mit Behandlungsverbot - diese müssen daher besonders gut gelernt werden. Allerdings sind nicht alle gleich bedeutend. Einen Schwerpunkt bilden vor allem die Kinderkrankheiten, die Tuberkulose, die Virushepatitis und die sexuell übertragbaren Krankheiten.
    • Desinfektion/Sterilisation: Die Unterschiede und Techniken müssen Sie genau wissen.

    Black-out

    Jeder hat die Horrorvorstellung, vor dem Prüfer zu sitzen und auf eine Frage hin völlig blockiert zu sein. Da so etwas in Prüfungen häufiger vorkommt, ist es sinnvoll, dies dem Prüfer mitzuteilen. Sagen Sie z.B.: „Ich habe im Moment ein völliges Black-out. Ist es vielleicht möglich, mir diese Frage später noch einmal zu stellen?“ So weiß der Prüfer, was mit Ihnen los ist und oft hilft alleine schon das Reden, um dem Black-out zu entkommen.

    Notfall und Behandlungsverbot ausschließen

    Der Prüfer gibt Ihnen ein Fallbeispiel und fragt, was Sie in diesem Fall machen würden. Stellen Sie immer folgende Überlegungen an:

    1. Handelt es sich um einen Notfall?  Muss ich also den Notarzt verständigen oder eine Klinikeinweisung veranlassen? Wenn nicht:
    2. Handelt es sich um eine Erkrankung mit Behandlungsverbot? Muss ich zu diesem Zeitpunkt bereits den begründeten Verdacht haben oder kann ich noch weitere allgemeine Untersuchungen vornehmen? Wenn nicht:
    3. Kann ich alle notwendigen Untersuchungen vornehmen oder sind weitere Untersuchungen notwendig (z.B. Szintigramm bei Schilddrüsenknoten), die nur von einem Arzt vorgenommen werden müssen? Wenn nicht:
    4. ... dann kann ich jetzt die Diagnose stellen. Dabei gilt es zu prüfen, ob die naturheilkundlichen Therapien in diesem speziellen Fall ausreichend sind oder ob verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Insulin) eingesetzt werden müssen. In diesem Fall dürfte der Heilpraktiker begleitend behandeln.

    Denken Sie auch daran, dass Sie darauf überprüft werden, ob Sie in der Lage sind gefährliche von harmlosen Erkrankungen zu unterscheiden. Erwähnen Sie deshalb zuerst gefährliche Erkrankungen und dann erst die harmloseren, z.B. bei Bauchschmerzen zuerst das akute Abdomen und den Darmkrebs und dann das Reizdarmsyndrom.

    Wissen, was der Prüfer denkt

    Vielleicht hat der Prüfer einen ganz speziellen Fall im Sinn. Fragen Sie deshalb immer genau nach, was gemeint ist, damit Sie den gleichen Fall vor Ihrem geistigen Auge sehen wie der Amtsarzt.
    Angenommen, der Prüfer schildert ein Fallbeispiel, z.B. ein Patient kommt in die Praxis und klagt über starke Müdigkeit und fragt, wie Sie in diesem Fall behandeln würden. Lassen Sie sich nicht vorschnell zu einer Antwort hinreißen. Gehen Sie alle Punkte durch, die im vorherigen Abschnitt gelistet sind.
    Denken Sie auch immer daran, dass erst die Ursache eines Symptoms aufgedeckt werden muss, bevor behandelt wird. Schildern Sie also, welche Untersuchungen Sie in diesem Fall vornehmen würden und geben Sie dann erst an, wie Sie behandeln würden. Unterscheiden Sie bei der Therapie nach Ursachen- und Symptomtherapie. 

    Keine „Anhiebsdiagnosen“ stellen

    Lassen Sie sich zu keinen vorschnellen Diagnosen hinreißen. Wird Ihnen z.B. ein Bild mit einem gelblich verfärbten Patienten vorgelegt, so antworten Sie nicht vorschnell „Lebererkrankung“, sondern sagen Sie zunächst, dass Sie hier einen Ikterus sehen können! Schildern Sie nun, dass dafür verschiedene Möglichkeiten in Betracht kommen. Eine häufige Ursache dafür ist eine Leber- oder Gallenerkrankung, man muss auch ein Pankreaskopfkarzinom in Betracht ziehen. Erwähnen Sie aber auch seltenere Möglichkeiten wie z.B. perniziöse Anämie. Weisen Sie auch darauf hin, dass wenn lediglich ein Sklerenikterus vorliegt, dies auch ohne Krankheitswert sein kann (Gilbertsyndrom, sog. Meulenchrachtkrankheit). 
    Schildern Sie dann, wie Sie vorgehen würden und welche Fragen und Untersuchungen jeweils sinnvoll sind, um die Ursache der Gelbfärbung aufzudecken.

    Auf sicherem Terrain verweilen

    Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich bei einem Thema, in dem Sie sich auskennen. Sprechen Sie deshalb Bereiche, in denen Sie sich unsicher fühlen, erst später an, wenn Sie schon mit Wissen glänzen konnten. Vielleicht haben Sie auch Glück und der Prüfer geht zur nächsten Frage über, weil er schon gehört hat, was er hören wollte und Sie konnten Ihr Angstthema vermeiden.
    Manche Prüflinge steuern mit großem „Geschick“ sofort auf ihr Angstthema zu, vergleichbar einem Ski-Anfänger, der den einzigen Baum am Abhang anpeilt und darauf zufährt.

    Verwirrung klären

    Wenn Ihnen irgendetwas unverständlich ist oder Sie sich nicht sicher sind, z.B. "Hatte das Fallbeispiel das Symptom oder nicht?" fragen Sie einfach nach. 
    Haben Sie nun mehrere Fragen zu einem Fall gestellt und wichtige Untersuchungen erwähnt, dann nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und fassen alles zusammen (natürlich laut!!). Dabei rufen Sie sich die wichtigen Befunde noch einmal ins Gedächtnis, sodass der Prüfer feststellen kann, ob Sie etwas falsch verstanden haben.

    Bilder

    Wenn Sie ein Bild vor sich liegen haben, klären Sie durch Fragen auch alles ab, was Sie nicht sehen können, z.B. "Gibt es auch Hauterscheinungen an anderen Körperteilen?", "Wie schnell ist das entstanden?" oder "Ist die Rötung schmerzhaft?". 
    Bilder sind nicht immer deutlich oder eindeutig - also fragen Sie nach, wenn Sie z.B. nicht wissen, ob es sich um einen Schatten oder eine Pigmentstörung handelt.

    Gedanken laut aussprechen

    Wenn Sie Ihre Gedanken laut aussprechen, kann Ihnen der Prüfer wichtige Mitteilungen geben, wie "Das ist unwichtig." oder "Es handelt sich nicht um einen Ausschnitt des Unterschenkels sondern des Unterarms". 
    Dann klären Sie Ihren nächsten Verdacht ab, genau wie später in der Praxis, denn da ist der erste Verdacht auch oft nicht der richtige. Damit zeigen Sie auch gleich, dass Sie differenzialdiagnostische Überlegungen anstellen können.

    Auffälligkeiten

    Wenn Sie nach einem Symptom fragen und der Prüfer in seiner Rolle als Patient antwortet: “Darauf habe ich nicht geachtet.“ oder „Das weiß ich nicht.“ haben Sie oft einen Volltreffer gelandet und er will es Ihnen nicht sagen, weil die Diagnose sonst zu einfach wäre. In diesem Fall klären Sie das „Drumherum“ ab und fragen nach Fakten, die mit dem Symptom zusammenhängen. 

    Praktischer Teil

    Manchmal möchte ein Prüfer, dass der Prüfling an ihm eine Untersuchung durchführt. Bleiben Sie in diesem Fall ruhig. In der Regel sind es einfache Untersuchungen wie Abhören oder Abklopfen, denn der Prüfer hat schließlich keine Lust sich in der Prüfung „frei zu machen“.

    • Gehen Sie nicht zu zaghaft vor. Der Prüfer möchte sehen, dass Sie dabei Sicherheit ausstrahlen, und dass Sie z.B. stark genug abklopfen, um eventuelle Veränderungen hören zu können.
    • Erwähnen Sie unbedingt, wenn Sie z.B. demonstrieren, wie eine Blutdruckmessung erfolgt und Ihnen der Prüfer seinen Arm mit Hemd hinhält, dass Sie eine solche Untersuchung nur am entblößten Arm vornehmen würden. Oder dass Sie eine Blutentnahme nur am liegenden Patienten durchführen würden.

    Unsere Buchempfehlung

    Im „Prüfungstrainer für Heilpraktiker“ sind ca. 2.500 Fragen zusammengestellt, die das prüfungsrelevante Wissen umfassend abfragen. Sie können das Buch einerseits als intensive Prüfungsvorbereitung nutzen und so eine realistische Rückmeldung über Ihren Wissensstand erhalten, Sie können es aber auch nach der Durcharbeitung eines bestimmten Lernabschnitts, wie z. B. Atmungssystem oder Gesetzeskunde, nutzen, um festzustellen, ob dieses Thema bei Ihnen ausreichend sitzt.

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    Tipps unserer (ehemaligen) Schüler rund um die Prüfung

    Ich habe alle Themen die ich bearbeitet habe, aufs Handy gesprochen, beim Autofahren, putzen, kochen etc. habe ich mir diese 
    gesprochenen Audios von mir selber angehört. 

    Ich habe mir meine eigenen schriftlichen Prüfungen gemacht, alle Fragen die ich in den offiziellen Prüfungen falsch beantwortet habe, habe ich wieder ausgeschnitten und zu einer Prüfung mit 60 Fragen zusammengeklebt, damit ich nur noch die falschen Frage beantworte und diese lerne. 
    Immer wieder die falschen Fragen zusammengeschnitten und gesetzt. Die wo schon gesessen haben, musste ich ja nicht nochmals und nochmals anschauen. 

    Ich hatte mir meine eigenen Lernkarten geschrieben und diese in der Tasche, immer wenn ich irgenwo warten musste z. B. an der Kasse, beim Arzt, beim Friseur etc. hab ich mir die Karten rausgezogen und angeschaut.

    Speziell vor der Prüfung vor dem Saal, habe ich noch EFT geklopft und Aurum Valeriana Globuli von Wala genommen, sowie die Rescuetropfen. 

    Fast vom ersten Tag meiner Ausbildungszeit an habe ich "die Frage des Tages" genutzt, um meine tägliche Lerneinheit zu starten - und weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist, beantworte ich die wohl noch eine ganze Zeit lang weiter. :-)

    Ich habe immer zugesehen, dass ich bei den Skripten keinen "Rückstau" hatte, das hätte mich nervös gemacht und ich hätte nicht entspannt weiterlernen können.

    In der gesamten Ausbildungszeit habe ich 45 Collegeblöcke vollgeschrieben. Für mich war das genau richtig, andere lernen besser durch Lesen, Anhören oder Ansehen oder auch Aufmalen. Jeder so, wie es am besten geht, nach einiger Zeit findet man seinen ganz persönlichen Lernstil. Zu Ausbildungsbeginn hatte ich einen neuen Füller gekauft und so konnte ich - ganz nebenbei - meine Handschrift etwas "kultivieren".

    Ich habe mir Flipcharts beschrieben und überall verteilt im Haus hingehängt!

    Wenn ich etwas auswendig lernen muss hilft es mir immer sehr spazieren zu gehen und die Sachen laut auszusprechen. Zu Hause am Schreibtisch kann ich mich nicht so gut konzentrieren.

    Ich habe abends im Bett die LernCDs von Isolde Richter zu den jeweiligen Themen angehört. 

    Ich habe speziell für der Prüfung ca. 14 Tage vorher angefangen, mir täglich 3 Bachblüten zu ziehen und diese in meine.

    Ich habe viele Prüfungsprotokolle durchgearbeitet speziell für Hannover.

    Ich habe auch sehr viel mit dem Anatomieatlas von Isolde Richter gearbeitet, sowie das Lehrbuch. Ich liebe diese Bücher auch heute noch, obwohl die Prüfung nun doch schon 4 Jahre hinter mir ist :-) 

    RhodioLoges habe ich lange eingenommen! 

    Wenn es möglich war, habe ich die Schulungen mit Gini, Andrea, Daniela live angeschaut (und viel mitgeschrieben), ansonsten habe ich viele Mitschnitte angesehen, manchmal in 1,5facher Geschwindigkeit.

    Eine Zeit lang hatte ich eine Lernpartnerin nur für die Infektionskrankheiten - immer mittwochs, wenn Gini keine Infektionskrankeiten-Schulung hatte.

    TaiJi-Training und Meditationen - je nach Tageslaune wirklich still oder auch geführt, manchmal nur ein paar Minuten, manchmal eine Stunde lang.

    Ich hatte als Download auf dem Computer eine Prüfungsangst- und eine Erfolgs-Hypnose (Institut für Hypnose in Mettmann, je 19,50 €). Je näher die Prüfung kam, umso mehr habe ich die beiden genutzt, gelegentlich auch morgens um 3 oder 4, wenn ich nicht mehr einschlafen konnte und zuvor vom enterohepatischen Kreislauf (o. ä.) geträumt habe.

    AHA-Kurs und Prüfungsvorbereitung mit Marlene.

    Floriplexe "ohne Ende" (v. a.: Selbstbewusstsein, Mut, Denken, Gelassenheit) - Das sind potenzierte Bachblütenmischungen (Empfehlung von Marlene).

    Zirka ein halbes Jahr vor der Prüfung bin ich zufällig auf eine sehr schöne Seite im Internet gestoßen: Lovemademalas - Dort habe ich mir eine Mala-Kette zum Thema "Schutz und Heilung" gekauft und ich liebe sie. Nachdem Marlene in der Prüfungsvorbereitung empfohlen hat, dass wir nicht irgendwie "esoterisch gekleidet" zur mündlichen Prüfung auflaufen sollen, habe ich die Kette während der Prüfung unter der Bluse getragen, und konnte sie auch so zwischendurch spüren und habe mich wirklich ge- und beschützt gefühlt. (Ich brauchte den Schutz weniger wegen des Amtsarztes, der war recht nett, eine der beiden HP-Beisitzerinnen war etwas "bissig".)

    Empfohlene Webinare

    Aha-Kurs

    Unser "Aha-Kurs" richtet sich an jeden der zügig im Lernen vorankommen möchte! Stehen Sie am Anfang Ihres Lernprozesses, so…

    Heilpraktiker Prüfungsvorbereitung

    Persönliches und individuelles Coaching steht im Vordergrund unseres Prüfungsvorbereitungskurses mit Marlene Furtwängler. …

    Untersuchungstechniken, Anamnese,…

    Haben Sie die Theorie der Organsysteme Herz, Lunge und Verdauungstrakt in Ihrer Heilpraktikerausbildung bereits gelernt? …

    Ihre Vorteile an unserer Schule

    „Wir für euch“ ist das Motto unserer Schule. Wir möchten Ihnen den besten Service und ein rundum gelungenes Lernerlebnis in unseren Ausbildungen und Fortbildungen bieten. Seit über 30 Jahren entwickeln wir unser Angebot innovativ weiter. Profitieren daher auch Sie von diesen Vorteilen an der Naturheilschule Isolde Richter:

    Bonuspunkte

    Sammeln Sie mit jedem Kurs Bonuspunkte, die Sie schließlich wieder als baren Rabatt bei einer Kursbuchung einlösen können. (Bedingungen gelten).

    E-Learning-Portal

    Unser E-Learning-Portal punktet mit vielfältigen Funktionen. Rufen Sie Schulungsmitschnitte, Lernhilfen, Teilnahmebestätigungen oder Prüfungsergebnisse unkompliziert ab.

    Förderungen

    Je nach gewähltem Angebot und persönlicher Situationen können Sie sich per Bildungsscheck in NRW finanziell unterstützen lassen.

    Fortbildungspunkte & Zertifikat

    Kommen Sie als Heilpraktiker Ihrer Fortbildungspflicht nach. Für unsere Kurse erhalten Sie Fortbildungspunkte und auf Wunsch eine entsprechende Bescheinigung (nur für Therapeuten).

    Forum

    Unser virtuelles Schulforum ist Wissensdatenbank und Kommunikationsort in einem. Stöbern Sie in alten Beiträgen und tauschen Sie sich mit Dozenten und Mitschülern aus.

    Gutscheine kaufen

    Das perfekte Geschenk für andere oder für Sie selbst: Wir bieten ansprechend gestaltete Geschenkgutscheine.

    Interaktives Lernen

    Trotz Fernunterricht sind Sie nicht allein. Live-Schulungen, Fragestunden mit Dozenten, Schulforum, Lerngruppen und Arbeitskreise sorgen für interaktive Lernerlebnisse.

    Kostenlose Angebote

    Mehrmals wöchentlich naturheilkundliche Online-Vorträge, Möglichkeit zum Hineinschnuppern in Kurse, Handy-Apps, Podcasts & mehr – all das bieten wir Ihnen kostenlos.

    Partnershop

    In unserem Partnershop erhalten Sie Lernmaterialien (z.B. Lernkarten), Fachliteratur und Skripte sowie Praktisches für die eigene Naturheilpraxis.

    Persönliche Rundum-Betreuung

    Ob Beratung zu Kursen und Ausbildungen oder organisatorische Fragen: Unser Team steht Ihnen per Telefon und E-Mail zur Verfügung, um Ihnen individuell weiterzuhelfen.

    Ratenzahlung

    Faire Verträge sind für uns selbstverständlich. Deshalb bieten wir Ihnen bei einem Großteil unserer Kurse eine flexible Ratenzahlung ohne Mehrkosten an.

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    Schüler werben Schüler

    Empfehlen Sie uns weiter! Mit unserer Aktion „Schüler werben Schüler“ bedanken wir uns mit einem Gutschein für Ihre erfolgreiche Weiterempfehlung einer HP-, HPP- oder Tierheilpraktiker-Ausbildung.

    Selbstorganisierte Lerngruppen

    Sie lernen nicht gern allein? So geht es auch anderen Kursteilnehmern und wir bieten Ihnen die Möglichkeit, sich zu Lerngruppen auf unserer Online-Plattform zu treffen.

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    Sie haben Fragen zur Technik? Unser Support hat hilfreiche Erklärvideos bereitgestellt und hilft Ihnen auch persönlich per Telefon mit viel Verständnis und Geduld.

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