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Die Ausleitungstherapien

 

Entgiftungen und Ausleitungen gehören zu den gängigen Therapieverfahren jedes Heilpraktikers.

Daher bieten wir an der Heilpraktikerschule Isolde Richter das Erlernen verschiedener Ausleitungsverfahren, wie z.B. die Blutegeltherapie, die Entgiftung und Darmsanierung sowie das Schröpfen und Baunscheidtieren, an.

Einführung in die Ausleitungsverfahren

Ausleitungsverfahren haben viele Bezeichnungen: Ausleitung, Giftausleitung, Entgiftung, Hautausleitungsverfahren.

Sie bilden schon in der Ausbildungszeit des Heilpraktikers einen Schwerpunkt, da praktisch jeder Heilpraktiker in seiner Praxistätigkeit Entgiftungen des Patienten durchführt. Manche Heilpraktiker wenden bei nahezu jedem Patienten zunächst ein Ausleitungsverfahren an, da die anschließenden angewandten naturheilkundlichen Therapien danach besser wirken.

Bei den Ausleitungsverfahren handelt es sich um Therapiemethoden nach der Humoralmedizin (Säftelehre). Diese Säftelehre geht auf den griechischen Arzt Hippokrates von Kos (460 - 377 v. Chr.) zurück. Sie basiert auf der Lehre von den vier Kardinalsäften: Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle.

Diesen Säften wurden bestimmte Temperamente zugeordnet. Es herrschte die Vorstellung von Zusammenhängen zwischen Körperinnerem und Hautoberfläche in der Art, dass die Organe eines kranken Körpers gereinigt werden können, indem schädliche Stoffe nach außen abgeleitet werden. Darauf beruht der Begriff „ausleitende Verfahren“.

Hippokrates sah also in Hautausschlägen, Eiterungen, Blutungen (auch Menstrualblut), Auswurf, Stuhl, Urin und Schweiß Möglichkeiten der Selbstreinigung des Körpers. Diese Vorstellung herrschte von der Antike bis in das 19. Jahrhundert und wurde dann weitgehend durch die Erkenntnisse der Virchowschen Zellularpathologie abgelöst.


Besonders hervorragende humoraltherapeutisch arbeitende Ärzte waren Paracelsus von Hohenheim (1493 - 1541) und Bernhard Aschner (Wien, 1883 - 1960).

Blutegeltherapie

Aschner-Methode


In seinem Lehrbuch der Konstitutionstherapie beschreibt Aschner verschiedene aus- und ableitende Verfahren, die vorwiegend aus der Humoralpathologie entnommen sind, wie beispielsweise

    Ausleitung über die Haut:
    Schröpfen, Baunscheidtieren, Cantharidenpflaster (verschreibungspflichtig)


    Ausleitung über den Darm:
    Einläufe, Colon-Hydrotherapie, Glaubersalz


    Ausleitung über die Niere (Diurese-Steigerung):
    vermehrtes Trinken, Einsatz von wassertreibenden Pflanzen (Diuretika)


    Schweißtreibende Verfahren:
    Sauna, schweißtreibende Tees, Schwitzpackungen,


    Blutentziehende Verfahren:
    Aderlass, Blutegel


Ausleitungsverfahren werden oft mit einer Darmsanierung - auch als Symbioselenkung bezeichnet - kombiniert.