Die vierte Ausgabe unserer Zeitschrift ist da!

Editorial

Alter

Liebe Leserin, lieber Leser,

Es hat mich schon immer sehr bewegt zu sehen, wie das Schicksal eines Kindes davon abhängt, in welchem Kontext es geboren wird.

Da ist das Kind, das in einem  Elternhaus geboren wird, das ihm von Anfang an Liebe, Geborgenheit und Sicherheit, sowohl in emotionaler als auch in finanzieller Hinsicht gibt. Es bekommt eine gute Ausbildung und somit einen guten Start ins Erwachsenenleben. So gestärkt und gefestigt hat das Kind die besten Bedingungen, das Leben zu meistern und sich frei entfalten zu können.

Dann gibt es die Kinder, bei denen zwar der äußere Rahmen gesichert ist und so wachsen sie in einem Elternhaus auf, das relativ stabil ist, sie erhalten aber - aus welchen Gründen auch immer - nicht die erforderliche emotionale Sicherheit, vielleicht, weil die Eltern selbst diese Sicherheit in ihrer Kindheit nicht erfahren, somit nicht gelernt haben und auch nicht weitergeben können.

Oder die Kinder, die einen gesicherten Familienrahmen hatten und dann plötzlich herausgerissen wurden, weil sich die Eltern scheiden ließen oder weil ein Elternteil stirbt. Gar nicht denken möchte ich an die Kinder, denen die Eltern durch Missbrauch großes Leid zugefügt haben.

Dann die Kinder, die in einem Kriegsgebiet auf die Welt kommen! Die vom ersten Schrei an nur Unsicherheit und Ängste, ihre eigenen und die Ängste ihrer Bezugspersonen erleben. Die das Trauma einer Flucht erleiden, die ihren kulturellen Rahmen verlassen müssen und dann feststellen, dass sie zwar in ihrem neuen Land und Leben äußeren Frieden haben aber keinen inneren, weil sie hier nicht gewollt sind.

Je mehr man darüber nachdenkt, umso umfangreicher wird dieses Thema und umso mehr wird man von diesen Fragen berührt. Aber umso erstaunlicher ist es, dass manche Kinder trotz denkbar schlechter Voraussetzungen es schaffen, ein für sie zufriedenstellendes und glückliches Leben zu führen.

Herzlichst, 
Ihre Isolde Richter

Unsere Zeitschrift - 3. Ausgabe, Mai 2021

Editorial

Alter

Liebe Leserin, lieber Leser,

Bekanntermaßen will jeder alt werden, aber keiner alt sein. Man hört viel Negatives über das Leben als älterer Mensch. Es drohen Krankheit, Einsamkeit und Altersarmut und für viele Menschen trifft das sicher zu. Und ihnen sollte unsere Aufmerksamkeit und Fürsorge gelten.

Alter ist aber nicht durchweg negativ.
Man kann im Alter gesund sein und Geld haben. Und wenn ich so auf mein Leben zurückblicke, dann bin ich dankbar, dass ich auf so viele Lebensjahre zurückblicken darf. Ich bin gesund, habe keine Geldsorgen, habe meinen Beruf den ich über alles liebe und kann so sagen, dass sind wirklich gute - vielleicht sogar meine besten - Jahre.

Die Kinder sind groß und stehen auf eigenen Beinen, kein Grund sich zu sorgen. Meine Arbeit mache ich mit mehr Abstand und mehr Ruhe als früher. Hinzu kommt eine größere Gelassenheit und Abgeklärtheit (siehe unten stehende Zengeschichte)

Ich genieße jeden Tag! Das fängt schon mit dem Aufstehen an, wenn ich mir überlege, auf welche Arbeit ich mich heute wieder freuen darf. 
 

Herzlichst, 
Ihre Isolde Richter

Unsere Zeitschrift - 2. Ausgabe, Dezember 2020

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,


Die Zeiten sind für viele sehr schwer. Denken wir nur an die vielen Soloselbstständigen, die Restaurants und viele andere, die von Corona hart in ihrer Existenz betroffen sind oder die ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit schon verloren haben.


Denken wir auch an die vielen Menschen in Alten- und Pflegeheimen, die unter furchtbarer Einsamkeit leiden und die oft durch eine Demenzerkrankung nicht mehr richtig verstehen können, was um sie herum vorgeht und die sich deshalb einfach diffus bedroht fühlen. Sie alle brauchen unser Verständnis und unsere Hilfe. Wir sind eine Gemeinschaft und müssen füreinander einstehen.


Es ist eine Zeit der Polarisierung. Den einen gehen die Coronaschutzmaßnahmen nicht weit genug, den anderen gehen sie zu weit. Die Ersteren werden oft als überängstlich herabgesetzt und es wird ihnen vorgeworfen nicht zu durchblicken, was hier wirklich abläuft. Die Letzteren müssen sich vorwerfen lassen, dass sie Verschwörungstheoretiker seien und rücksichtlos mit der Gesundheit — vor allem ihrer älteren und körperlich vorbelasteten Mitmenschen — um-gingen.


Bei welcher Gruppe Sie sich auch selbst einordnen, eines denke ich sollte für beide gelten: Wir sollten achtsam miteinander umgehen und nicht meinen, dass wir die Wahrheit gepachtet haben und die anderen unrecht haben. Gehen wir am besten davon aus, dass es jedem Menschen nur gegeben ist, einen kleinen Zipfel der Wirklichkeit zu erhaschen (siehe meine kleine Lieblings- Zengeschichte im Kasten). Und vielleicht irren wir uns ja, vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo zwischen den zwei Extremen.


Wenn Corona etwas Gutes haben kann, dann dass es uns lehrt, achtsamer und achtungsvoller miteinander umzugehen.

Herzlichst, 
Ihre Isolde Richter

Unsere Zeitschrift - 1. Ausgabe, Juli 2020

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

es stimmt! Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Und so freuen wir uns sehr, Ihnen unsere erste Ausgabe der Zeitschrift "Naturheilschule" vorstellen zu dürfen.

Die Naturheilkunde liegt unserer Schule seit über 30 Jahren am Herzen und wir haben ihr unsere Schaffenskraft und unsere Zeit gewidmet. Und das werden wir auch weiterhin tun, denn wir leben in Zeiten, in denen man wirklich aktiv werden muss, wenn man ihren Fortbestand garantieren möchte. 

Wir erleben es jeden Tag, wie ihr und auch der Heilpraktikerschaft als Ganzes, aus den Medien und sozialen Netzwerken ein heftiger Wind entgegen bläst. Die Rufe werden dort immer lauter, die Rechte der Heilpraktiker einzuschränken oder sie ganz abzuschaffen. Wir möchten deshalb unseren Beitrag leisten, die Naturheilkunde zu stärken, sodass sie ihre segensreichen Kräfte weiterhin entfalten und unzähligen Menschen und Tieren helfen kann. 

Wir müssen uns unserer Stärken bewusst werden! Unterstützt werden wir von vielen Patienten, die hinter uns stehen, weil sie am eigenen Leib die segensreichen Kräfte der Natur erleben durften. Die Naturheilkunde ist ein Schatz, der vor uns liegt. Nun ist es an uns, diesen Schatz wertzuschätzen, zu schützen und ihn zu Wohle aller einzusetzen. 

In der ersten Ausgabe der Naturheilschule, geht es um ein buntes Kaleidoskop an Themen aus der Naturheilkunde. Lassen Sie sich inspirieren und tauchen Sie so immer tiefer in diese Materie ein, um ihre Kräfte zum Wohle aller bestens zu nutzen.
 

Herzlichst, 
Ihre Isolde Richter