Phytotherapie für Tierheilpraktiker

Zur Gesunderhaltung und Behandlung von Hunden und Katzen

Webinar (Online-Ausbildung) mit Zertifikat

Behandeln Sie Hunde und Katzen in Ihrer Tierheilpraxis erfolgreich mit traditioneller Pflanzenheilkunde. Auch Tierhalter, die ihre Vierbeiner mit natürlichen Mitteln gesund und vital halten wollen, können Sie mit Kenntnissen der Phythotherapie umfassend beraten. 

Kursziel

Nach dem Besuch des Kurses kennen Sie die wichtigsten Heilpflanzen, die in der Tierheilkunde Anwendung finden und können für ihre vierbeinigen Patienten phytotherapeutische Therapiekonzepte erstellen.

Kursinhalt

Wir bieten Ihnen eine umfassende Online-Ausbildung mit zwei Blöcken an, in der Sie die Heilpflanzen ebenso kennenlernen wie deren Anwendung zur Gesunderhaltung und Therapie.

Sie lernen für verschiedene Erkrankungen der Tiere sinnvolle und wirksame kräuterheilkundliche Therapiekonzepte selbst zu erstellen und anzuwenden.

In Block 1 erlernen Sie die Grundlagen der Pflanzenheilkunde und den indikationsbezogenen Einsatz. Block 2 schließt sich an mit der Materia Medica der Kräuterheilkunde, traditionellen Heilsystemen und besonderen Anwendungsformen der Phytotherapie.

Eine detaillierte Themenliste finden Sie bei den jeweiligen Block-Beschreibungen. 

Allgemeine Kursinformationen

Dozent

Michael Geneschen
Tierheilpraktiker

Adressaten: Diese Ausbildung ist für Sie geeignet, wenn Sie bereits TierheilpraktikerIn sind oder sich in Ausbildung befinden (s.a. Zertifikate).
Bitte beachten Sie, dass Sie nur als Therapeut (THP) Erkrankungen bei Tieren diagnostizieren und mit Phytotherapie behandeln dürfen.

Termine: Neue Termine sind für 2019 in Planung!

Übersicht über die einzelnen Kursblöcke

Blockinhalt

Grundlagen der Pflanzenheilkunde, Materia Medica - intensives Kennenlernen und Anwenden von Heilpflanzen

  • Geschichte und heutige Bedeutung der Heilpflanzen in der Tiernaturheilkunde
  • Botanik (Grundlagen) Lebenskriterien, Zelle, Gewebe, Zusammensetzung des Pflanzenkörpers, die Systematik im Pflanzenreich, Pflanzenbestimmung,
  • Pflanzeninhaltsstoffe und ihre Wirkungen, die Bedeutung der sekundären Pflanzenstoffe in Bezug auf die Pflanze, Mensch und Tier; Giftpflanzenkunde
  • Rechtliche Grundlagen der Phytotherapie im Arzneimittelgesetz
  • Galenik, Zubereitungsformen von Heilpflanzen, Monographien der Heilpflanzen Kommission E, die Bedeutung der Heilpflanzen in der Volksheilkunde, das alte Wissen in der westlichen Kräuterheilkunde
  • Rezeptieren und Dosierungen von Heilpflanzen in verschiedenen Formen
  • Zoopharmakognosie
  • Wesen und Signatur der Heilpflanzen, Energetik von Heilpflanzen
  • Materia Medica Teil 1, intensives kennenlernen der Heilpflanzen
  • Phytotherapie zur Behandlung von Krankheiten Teil 1: Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie entgifte ich einen Organismus richtig!
  • "Prävention", wie beuge ich Krankheiten bei unseren Haustieren vor.

Blockinhalt

Materia Medica der Kräuterheilkunde; indikationsbezogener Einsatz, traditionelle Heilsysteme und besondere Anwendungsformen der Phytotherapie

  • Materia Medica der Kräuterheilkunde Teil 2, intensives kennenlernen von Heilpflanzen.
  • Phytotherapie zur Behandlung von Krankheiten: Erkrankungen des oberen Respirationstraktes, gastrointestinale Erkrankungen, Nieren und Blasenerkrankungen, Erkrankungen des endokrinen Systems, Hauterkrankungen und Allergien, Linderung von Angst und Unruhezuständen, Epilepsie, Parasitosen, Krebserkrankungen.
  • Kurzer Einblick in die traditionellen Heilsysteme der Welt: Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin, Ayurveda, Afrikanische Kräuterheilkunde, indianische Pflanzenheilkunde, die alte Heilkunst der Kelten und Druiden.
  • Besondere Anwendungsformen in der Phytotherapie: Blütenessenzen, Gemmotherapie, Aromatherapie, Mykotherapie

Hintergrundinformationen

Phythotherapie in der Tierheilkunde

Die Kräuterheilkunde gehört zu den ältesten Möglichkeiten, Krankheiten naturheilkundlich zu behandeln. Seit mehr als 5000 Jahren helfen Menschen ihren Tieren durch die Anwendung von Pflanzen.

Dabei waren es zunächst die instinktsicheren Tiere selbst, die dem Menschen Hinweise über die Wirkungsweisen der einzelnen Pflanzen vermittelten. So kam die Schafgarbe zu ihren Namen, weil Schafe sich darin wälzten, um die wundheilende Wirkung der Pflanze zu genießen oder die Pflanze zur Verdauungsstärkung fraßen.

Heutzutage wissen wir viel über die Inhaltsstoffe der Pflanzen wie Alkaloide, Flavonoide, Glykoside, Schleim-, Gerb- und Bitterstoffe, Saponine und ätherische Öle. Die Pflanzen finden Anwendung als Tee, Tinktur, Frischsaft, Infus, Extrakt, aber auch in Form von Salben oder Cremes. Verwendet werden die ganzen Pflanzen oder nur einzelne Pflanzenteile wie Blüten, Blätter, Früchte oder Wurzeln.

Nicht jede Pflanze ist für jedes Tier gleichermaßen geeignet. So bewirken Mädesüß und Weidenrinde bei Mensch und Hund eine schmerzlindernde Wirkung – für Katzen hingegen kann die Gabe dieser Kräuter sogar tödlich enden. Katzen können durch ihren, vom Hund abweichenden, Stoffwechsel die enthaltene Salizylsäure kaum verarbeiten.

Die Kunst der Kräutertherapie besteht darin, Heilpflanzen so zusammenzustellen, dass sie sich gegenseitig sinnvoll ergänzen. Eine passende Mischung kann zum Beispiel die gewünschte Wirkung verstärken, etwaige Nebenwirkungen mildern oder die Verträglichkeit erhöhen. Individuelle, auf das jeweilige Tier zugeschnittene, Rezepte zu erstellen, setzt eine grundlegende Kenntnis der einzelnen Pflanzen voraus, die in dieser Ausbildung vermittelt werden soll.