Pflanzenheilkunde - mehr als reine Phytotherapie

Traditionelle und moderne Pflanzenheilkunde

Webinar (Online-Ausbildung) mit Zertifikat

Möchten Sie die natürlichen Heilkräfte der Pflanzen nutzen?

In unserer umfangreichen Ausbildung lernen Sie alles Wissenswerte aus der klassischen Phytotherapie und wie Sie diese alltags- und praxistauglich anwenden können.

Doch das ist noch nicht alles: Erfahren Sie, wie in der Gemmotherapie die Heilwirkung der Knospen genutzt wird oder in der Spagyrik die individuellen Rezepturen Ihre Patienten bei der Genesung unterstützen.

Kursziel - Das können Sie von der Pflanzenheilkunde-Ausbildung erwarten

Kursziel ist die gründliche und umfassende Kenntnis der gängigen traditionellen und modernen Heilpflanzen mit ihren Anwendungsbereichen und Kontraindikationen. Sie kennen nach Abschluss der Ausbildung die Heilpflanzen mit ihren Inhaltsstoffen, Signaturen, Wesenshaftigkeiten und Wirkungen und beherrschen das Erstellen sinnvoller Rezepturen.

Sie lernen 125 traditionelle und moderne Heilpflanzen und Mineralien kennen:

  • Wirkungen
  • Signaturen
  • Wesenshaftigkeiten
  • Inhaltsstoffe
  • Kontraindikationen
  • Anwendungsbereiche

Kursinhalt - Das lernen Sie im Webinar

In den fünf Blöcken dieser Ausbildung lernen Sie die wichtigsten Heilpflanzen kennen. Sie erfahren, welche Wirkungen eine Pflanze hat und welche Kontraindikationen zu beachten sind. Bei den umfassenden Arzneimittelbildern, die Sie zu jeder der vorgestellten Pflanzen erhalten, bekommen Sie auch ein Verständnis davon, wie die jeweilige Pflanze in verschiedenen Therapiesystemen wahrgenommen wird: Was sind die homöopathischen Modalitäten (Verbesserung/Verschlimmerung von Symptomen) oder welche humoralpathologischen (der antiken Körpersäfte-Lehre entsprechend) Qualitäten und welche planetarischen Prinzipien in der Spagyrik werden dem Gewächs zugeordnet?

Neben der klassischen Phytotherapie erlernen Sie in diesem Kurs aber noch viel mehr: Erfahren Sie, wie Sie die weniger bekannten, aber oftmals äußerst wirkungsvollen Methoden und pflanzlichen Präparate der Gemmotherapie und Spagyrik in Ihrer Praxis einsetzen können. Gemmo bedeutet Knospe und macht sich die Heilkraft der jungen Pflanzentriebe zunutze; die Spagyrik beruht auf alchemistischen Prinzipen – kann aber auch ganz bodenständig angewandt werden. Ein weiterer Kursschwerpunkt sind dynamisierte Urtinkturen.

Im Fokus der gesamten Ausbildung steht eine gute Umsetzbarkeit und Alltagstauglichkeit der pflanzlichen Therapie – sowohl für Sie als Therapeuten als auch für Ihre Patienten.

Ein Einstieg in die Ausbildung ist jederzeit möglich. Die detaillierten Themen entnehmen Sie der jeweiligen Block-Beschreibung.

Das sagen ehemalige Kursteilnehmer der Pflanzenheilkunde-Webinare

Wie bewerten andere Teilnehmer diesen Kurs? Welche Erfahrungen haben Schüler gemacht?

Hier finden Sie das Feedback unserer Kursteilnehmer zu diesem Seminar. 

So läuft die Pflanzenheilkunde-Ausbildung ab

Die Ausbildung umfasst 5 Blöcke mit insgesamt 24 Unterrichtseinheiten. Die Blöcke können je nach Interesse auch einzeln gebucht werden. Prüfung, Hausarbeit und Zertifikat sind optional.

Unterricht: Ihr Live-Unterricht findet wöchentlich statt. Die Schulungen sind interaktiv und Sie können dort direkt Ihre Fragen zu den Kursinhalten stellen.
Veranstaltungsort: Ihr heimischer PC 

Aufzeichnungen: Sie können nicht immer live dabei sein? Kein Problem: Nutzen Sie die Schulungsaufzeichnungen und arbeiten in Ihrem Tempo die Unterrichte nach.

E-Learning: Ihr persönlicher E-Learning-Zugang wird am Tag vor Kursbeginn freigeschaltet. Hier finden Sie nach und nach alle Unterlagen Ihrer Dozentinnen zu den den einzelnen Terminen, die elektronischen Skripte sowie die Aufzeichungen. Sie können alle Inhalte im E-Learning bis 6 Monate nach dem letzten Termin nutzen.

Ihre Lernunterlagen: 

  • Sie erhalten ein PDF-Skript mit allen im Kurs besprochenen Heilpflanzen und Mineralien.
  • Zusätzlich stellen wir Ihnen das Buch "Phytotherapie mit übersichtlichen Pflanzenbeschreibungen" im PDF-Format zur Verfügung.
    Die gebunde Ausgabe können Sie über unseren Partner-Shop http://www.heilpraktiker-online-shop.de erwerben.
  • Zu den einzelnen Kurstagen erhalten Sie die Vortragsfolien sowie weitere Unterlagen zum Download.

Prüfung & Zertifikat

Seminarprüfung: Der Prüfungszeitraum beginnt ca. 2 Wochen nach dem letzten Unterrichtstermin. Die Prüfung wird online durchgeführt. Es ist keine Anreise erforderlich. Sowohl Heilpraktiker als auch Teilnehmer ohne Heilerlaubnis können ein Zertifikat erwerben: Ausbildung in traditioneller und moderner Pflanzenheilkunde

Zertifikatsvoraussetzungen:

  • Besuch aller Ausbildungsblöcke
  • Bestehen der MC-Prüfung
  • Erstellung einer Hausarbeit. Die Hausarbeit wird von der Dozentin durchgesehen und mit "bestanden" bzw. "nicht bestanden" bewertet.

PDF: Weitere Informationen zu Prüfung und Zertifikat

Allgemeine Kursinformationen

Dozentinnen

Mein Anliegen ist, dass ihr aufgrund der Wirkstoffe einer Pflanze wisst, wofür man sie einsetzen kann.

Ihr müsst also nicht alle Pflanzen auswendig lernen, sondern lernt einmal die Taxonomie und Systematik (welche Stoffe wirken wie) und könnt dann ganz zielsicher die richtigen Pflanzen auswählen.

Silke Uhlendahl, Heilpraktikerin


In der Spagyrik arbeitet jeder Anwender nach seiner Wahrnehmung mit den Pflanzen oder Mineralien. Homöopathisch, phytotherapeutisch, nach Signaturenlehre, Wesenhaftigkeit oder Planetenprinzipien.

Stephanie Meurer, Heilpraktikerin

Adressaten: Heilpraktiker, Heilpraktikeranwärter mit Grundkenntnissen und alle an der Pflanzenheilkunde interessierten

Teilnehmer: min. 20, max. 99

Fachfortbildung: Nach Beendigung eines Seminarblocks bestätigen wir Ihnen die Teilnahme an den absolvierten Schulungen. Sie können sich diesen kostenlosen Fachfortbildungsnachweis in unserem E-Learning-Portal selbst als PDF-Dokument herunterladen und ausdrucken.

Termine, Prüfungstermine, Uhrzeit, Preise: siehe bei den einzelnen Blöcken

Blockinhalt

  • Klassifikationssysteme (Taxonomie) von Heilpflanzen. Wie werden Heilpflanzen offiziell eingeteilt?
  • Die Rezeptur. Immer mehr Fertigpräparate „verschwinden“ vom Markt und es wird deshalb immer wichtiger gut rezeptieren zu können! Um pflanzliche Rezepturen sinnvoll  zusammenstellen zu können, ist es wichtig, die Nomenklatur zu kennen. Es wird gründlich geübt, wie man ein Rezept schreibt.
  • Die Wirkstoffe. Grundlage bildet das Wissen um die Wirkungsbreite der pflanzlichen Inhaltstoffe und der versendeten Pflanzenteile, denn daran lässt sich die Wirksamkeit wissenschaftlich gesichert ableiten. Wir besprechen die Inhaltsstoffe, deren Vorkommen und ihre Wirkung anhand von Beispielen.
  • Der Einsatz in der Praxis. Sie  lernen  wichtige Fertigpräparate und Darreichungsformen (Salben,Tees, Tinkturen usw.) aus dem Handel kennen und Sie lernen, wie Sie selbst ein Teerezept zusammenstellen können. Exemplarisch werden an ausgewählten Pflanzen Rezeptvorschläge und Dosierungshinweise zur äußeren und inneren Anwendung vorgestellt, die Sie therapeutisch anwenden können.
  • Dynamisierte Urtinkturen. Wir besprechen das besondere  Wirkspektrum der Urtinkturen mit dem Schwerpunkt  „Pflanzen für die Frau“. Der Ansatz mit Urtinkturen zu arbeiten, bietet gerade in der Frauenheilkunde eine schöne Möglichkeit der Begleitung bei verschiedenen Beschwerden im Zyklus des Frauenlebens.

Allgemeine Blockinformationen

Name des Blockes: Block 1 mit Silke Uhlendahl 

Dozentin: Silke Uhlendahl, Heilpraktikerin

Termine und Uhrzeiten: Die Schulungen können Sie wahlweise als Live-Webinar besuchen oder ganz individuell die Schulungsmitschnitte nutzen.
4 Termine à 90 Min.

  • Mittwoch, 27.11.2019, 9:30 Uhr bis 11:00 Uhr
  • Mittwoch, 04.12.2019, 9:30 Uhr bis 11:00 Uhr
  • Mittwoch, 11.12.2019, 9:30 Uhr bis 11:00 Uhr
  • Mittwoch, 18.12.2019, 9:30 Uhr bis 11:00 Uhr

Preis: 135,- Euro

Bepunktung: Bonuspunkte: 7, Fachfortbildungspunkte: 24

Blockinhalt

  • Geschichte der Pflanzenheilkunde
    Um die moderne Pflanzenheilkunde mit ihren unterschiedlichen Herstellungs- und Anwendungsverfahren zu verstehen, werfen wir einen Blick in ihre Entstehungsgeschichte, von den alten Ägyptern bis zur heutigen Inhaltsstoff-basierten Phytotherapie.
  • Spagyrik
    Die Spagyrik ist ein besonderes Herstellungsverfahren und folgt den alten, aber immer noch gültigen Gesetzen der Natur. Wir lernen die wichtigsten Prinzipien der Spagyrik kennen, um Sie später im Kurs auch anwenden zu können. Erläutert an Beispielen nähern wir uns den Planetenprinzipien an.
  • Gemmo-Therapie
    In der Gemmo-Therapie werden Mazerate verwendet - Kaltwasserauszüge aus Knospen und Triebgeweben. Sie ist eine noch recht junge Therapieform, welche aber in Belgien, Frankreich und der Schweiz schon seit Jahrzehnten mit Erfolg angewendet wird.
    Nach einer Einführung sehen wir anhand von Fallbeispielen, wie die Gemmotherapie eingesetzt werden kann, insb. in Kombination mit phytotherapeutischen und spagyrischen Mitteln.

Allgemeine Blockinformationen

Name des Blockes: Block 2 Einführung in Spagyrik und Gemmo-Therapie mit Stephanie Meurer 

Dozentin: Stephanie Meurer, Heilpraktikerin

Termine und Uhrzeiten: Die Schulungen können Sie wahlweise als Live-Webinar besuchen oder ganz individuell die Schulungsmitschnitte nutzen.
5 Termine à 90 Min.

  • Mittwoch, 08.01.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 15.01.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 22.01.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 29.01.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 05.02.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr

Preis: 165,- Euro

Bepunktung: Bonuspunkte: 8, Fachfortbildungspunkte: 30

Blockinhalt

  • Leber, Galle, Pankreas
    Die "Scheideorgane" erfüllen eine wichtige Rolle in unserem Körper. Sie scheiden und verarbeiten die Nahrung in für uns verwertbare Teile. Wir erfahren welche Pflanzen für die Pflege und Heilung dieser wichtigen Organe verwendet werden können.
  • Magen-Darm-Erkrankungen
    Welche Pflanzen helfen bei Durchfall, Verstopfung oder entzündlichen Darmerkrankungen? Darmpflege mit Pflanzen. Eine richtige Ausscheidung der Giftstoffe hilft bei vielen Erkrankungen und ist somit von großer Bedeutung.
  • Atemwegserkrankungen
    Welche Pflanzen helfen bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit?
  • Außerdem werden wirkungsvolle Behandlungen von Allergien gezeigt.

Allgemeine Blockinformationen

Name des Blockes: Block 3 Anwendungsmöglichkeiten Teil 1 mit Stephanie Meurer 

Dozentin: Stephanie Meurer, Heilpraktikerin

Termine und Uhrzeiten: Die Schulungen können Sie wahlweise als Live-Webinar besuchen oder ganz individuell die Schulungsmitschnitte nutzen.
5 Termine à 90 Min.

  • Mittwoch, 12.02.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 19.02.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 26.02.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 04.03.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 11.03.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr

Preis: 165,- Euro

Bepunktung: Bonuspunkte: 8, Fachfortbildungspunkte: 30

Blockinhalt

  • Bewegungsapparat
    Schmerzen am Bewegungsapparat sind überdurchschnittlich häufig ein Grund, warum Patienten in unsere Praxen kommen. Wie können wir mit Pflanzen Erkrankungen wie Arthrose, Rheuma oder Gicht behandeln?
  • Psyche und Nerven
    Die Anzahl der Fehltage am Arbeitsplatz ist drastisch gestiegen. Hier können Pflanzen eine sinnvolle Ergänzung zur Behandlung von Depressionen und Burnout bieten. Auch die aus Stresssituationen resultierenden Beschwerden, wie Schlafstörungen oder Migräne können pflanzlich unterstützend begleitet werden.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    Unser zentrales Organ, das Herz, will gut gepflegt sein! Dafür ist das ein oder andere Pflänzchen gewachsen. Auch für Blutdruck und Gefäße hält die Natur in ihrer Apotheke einiges für uns bereit.
  • Harnwege und Prostata
    Nieren- und Blasenerkrankungen sowie funktionelle Beschwerden dieser Organe können sanft mit Pflanzen behandelt werden. Welche dafür in Frage kommen ist Inhalt dieses Kursteiles.

Allgemeine Blockinformationen

Name des Blockes: Block 4 Anwendungsmöglichkeiten Teil 2 mit Stephanie Meurer 

Dozentin: Stephanie Meurer, Heilpraktikerin

Termine und Uhrzeiten: Die Schulungen können Sie wahlweise als Live-Webinar besuchen oder ganz individuell die Schulungsmitschnitte nutzen.
5 Termine à 90 Min.

  • Mittwoch, 18.03.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 25.03.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 01.04.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 08.04.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 15.04.2020, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr

Preis: 165,- Euro

Bepunktung: Bonuspunkte: 8, Fachfortbildungspunkte: 30

Blockinhalt

  • Haut und Wunden
    Schon in der Antike genossen die Wundärzte ein hohes Ansehen. Sie arbeiteten mit Pflanzen und chirurgischen Werkzeugen. Wir lernen, welche Pflanzen für die Behandlung der Haut und von Wunden eingesetzt werden können
  • Frauenheilkunde
    Wir lernen die wichtigsten Pflanzen für die Frauenheilkunde und deren Einsatz in Kombination in Tees oder spagyrischen Mischungen kennen.
  • Kinderheilkunde
    Kinder reagieren sehr direkt und gut auf naturheilkundliche Arzmeimittel. Dazu gibt es aber ein paar Besonderheiten, denn Kinder sind keinesfalls kleine Erwachsene. Wir besprechen die Konstitution und die dafür in Frage kommenden Pflanzen und Mineralien.
  • Praxisfälle
    Im letzten Block nehmen wir uns auch Zeit zum Üben des Erlernten. Es werden Praxisfälle (vor allem aus dem Bereich Frauenheilkunde) vorgestellt und gemeinsam erarbeitet.

Allgemeine Blockinformationen

Name des Blockes: Block 5 Anwendungsmöglichkeiten Teil 3 mit Stephanie Meurer 

Dozentin: Stephanie Meurer, Heilpraktikerin

Termine und Uhrzeiten: Die Schulungen können Sie wahlweise als Live-Webinar besuchen oder ganz individuell die Schulungsmitschnitte nutzen.
5 Termine à 90 Min.

  • Mittwoch, 22.04.2020, 18:00 bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 29.04.2020, 18:00 bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 06.05.2020, 18:00 bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 13.05.2020, 18:00 bis 19:30 Uhr
  • Mittwoch, 20.05.2020, 18:00 bis 19:30 Uhr

Prüfungszeitraum: (Zertifikatsvoraussetzungen s.o.)

15.06.2020 bis 29.06.2020
26.10.2020 bis 09.11.2020 (Nachholtermin)

Preis: 165,- Euro

Bepunktung: Bonuspunkte: 8, Fachfortbildungspunkte: 30

Möchten Sie mehr erfahren?

Live-Online-Tagung

Unsere Pflanzenheilkunde-Ausbildung wird vorgestellt bei der Frauenheilkunde Online-Tagung:

Video über unsere Pflanzenheilkunde-Ausbildung

Hier direkt ansehen:

Hintergrundinformationen

Was ist Phytotherapie?

Heilwirkungen wurden von Kräuterkundigen der Volksheilkunde schon immer als Erfahrungsmedizin weitergeben. Viele dieser Erkenntnisse über Heilpflanzen werden mittlerweile durch Studien und Forschung bestätigt.

Patienten von Heilpraktikern legen Wert auf natürliche, nebenwirkungsarme pflanzliche Behandlungsmöglichkeiten und eine leicht in den Alltag zu integrierende Arzneimittelgabe. Aufwändiges Teekochen ist kaum noch gefragt. Bevorzugt werden heute Herstellungs- und Therapiekonzepte aus Pflanzenheilkunde und Alchemie und die Gabe von homöopathisch oder spagyrisch aufbereiteten Mitteln.

Der Begriff "Phyto" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Pflanze". Die Pflanzen-Heilkunde und Phytotherapie sind vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Anfangs wurde das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen mündlich überliefert, und zwar von Lehrer zu Schüler. Erst wesentlich später entstanden die ersten uns bekannten Schriftstücke, die aus Rezepten und Behandlungsempfehlungen bestehen. Die ältesten Dokumente, in denen Heilpflanzen erwähnt werden, sind mehr als 3000 Jahre alt und stammen aus China, Indien und Ägypten. In unserem Kulturkreis waren Heilpflanzen noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts das wichtigste Heilmittel, bis sie durch synthetisch-chemische Medikamente in den Hintergrund gedrängt wurden.

Darüber, wie die Pflanzenheilkunde entstanden ist, kann man nur mutmaßen. Sicherlich wurde vieles einfach probiert nach dem Prinzip von "Trial and Error". Auch den Tieren wurde vermutlich einiges abgeschaut, da auch Tiere instinktiv bestimmte Pflanzen fressen und andere meiden. Heute weiß man, dass auch Tiere Heilkräuter bzw. deren Heilkraft, instinktiv nutzen.

Viele Kulturen behaupten, ihr Wissen um die Heilpflanzen stamme von den Göttern und so verwundert es nicht, dass die Heilkunst eng mit der Religion bzw. der Spiritualität verknüpft war und von Schamanen oder Priestern ausgeführt wurde.

Heute ist die Phytotherapie eine spezielle Therapierichtung, bei der man die rationale (bzw. allopathische) und die traditionelle Phytotherapie unterscheidet. Die rationale Phytotherapie hat den Anspruch, kausal und symptomatisch gegen Erkrankungen vorzugehen. Diese pflanzlichen Fertigarzneimittel müssen gemäß der Bestimmungen des Arzneimittelrechts behördlich zugelassen werden. Innerhalb dieses Zulassungsverfahrens müssen Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der pflanzlichen Substanzen nachgewiesen werden.

Die traditionelle Pflanzenheilkunde hingegen stützt sich auf überliefertes Wissen, ihr Ansatz ist es vor allem, die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen und zu unterstützen. Traditionelle Arzneimittel können in einem vereinfachten Verfahren registriert werden, wenn eine mindestens 30-jährige Erfahrung in der traditionellen Anwendung belegt werden kann.

Ebenfalls Formen der Phytotherapie sind übrigens die Bachblütentherapie, die Hildegard von Bingen- und Paracelsus-Therapie, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Ayurveda.

Pflanzenteil

Lateinischer Begriff

Blätter

Folium (Einzahl), Folia (Mehrzahl)

Blüten

Flos (Einzahl), Flores (Mehrzahl)

Früchte (Sammelfrucht)

Fructus

Kraut

Herba

Rinde

Cortex

Samen (Kern)

Semen

Wurzel

Radix

Wurzelstock

Rhizoma

Zwiebel, Knolle

Bulbus

Aufguss (Infus)

Der Aufguss ist die bekannteste Art der Teezubereitung, bei der Pflanzenteile mit heißem oder kochendem Wasser übergossen werden.

Kaltwasserauszug (Mazerat)

Beim Kaltwasserauszug werden Pflanzenteile mit kaltem Wasser übergossen und etwa 8 Stunden lang abgedeckt stehen gelassen. Diese Art der Teezubereitung wird vor allem bei Pflanzen verwendet, deren Inhaltsstoffe durch heißes Wasser zerstört werden, aber auch wenn die Pflanze zu viele Gerbstoffe enthält, die einen Tee mit heißem Wasser zu bitter machen würden.

Abkochung (Dekokt)

Die Abkochung ist ebenfalls eine Teezubereitung, die verwendet wird, wenn die Inhaltsstoffe nur schwer aus den Pflanzenteilen zu lösen sind, z.B. bei Wurzeln, Rinden oder beim Schachtelhalm zur Gewinnung der Kieselsäure.

Frischpflanzenpressaft

Um den Pressaft zu gewinnen wird die Pflanze zerkleinert und anschließend ausgepresst.

Ölauszug

Bei einem Ölauszug werden die fettlöslichen Inhaltsstoffe der Pflanze herausgelöst, indem die zerkleinerten Pflanzenteile mit Pflanzenöl übergossen und dann bis zu mehreren Wochen stehen gelassen werden. Ölauszüge können gut zur Herstellung von Cremes und Salben verwendet werden.

Pflanzenextrakt

Ein Pflanzenextrakt ist eine konzentrierte Zubereitung aus frischem oder getrocknetem Pflanzenmaterial. Je nach Herstellungsmethode werden verschiedene Extrakte unterschieden, eine Form des Extrakts ist die Tinktur.

Tinktur

Eine Tinktur ist ein alkoholischer Pflanzenauszug. Das heißt, dass mit Hilfe einer Wasser-Alkohol-Mischung die wasser- und alkohollöslichen Inhaltsstoffe aus der Pflanze gelöst werden.

Urtinktur

Der Begriff Urtinktur stammt aus der Homöopathie. Es handelt sich um eine konzentrierte, flüssige Zubereitung auf Alkoholbasis. Aus dieser Urtinktur werden homöopathische Arzneimittel hergestellt, indem die Urtinktur potenziert, also verdünnt wird.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige Stoffe, die meist einen intensiven Geruch besitzen. Sie können über die Haut und die Schleimhaut vom Körper aufgenommen werden und werden z.B. in der Aromatherapie verwendet.

Alkaloide

Alkaloide sind stickstoffhaltige Verbindungen, die in Pflanzen vorkommen können. Diese sind in der Regel giftige Substanzen, die – richtig dosiert - Arzneiwirkung haben. Zu den Alkaloiden gehören Opium, Morphin, Codein, Coffein und Nikotin.

Bitterstoffe

Bei den Bitterstoffen handelt es sich um verschiedene Substanzen, die intensiv bitter schmecken und eine appetitanregende und verdauungsanregende Wirkung haben. Außerdem verhindern sie Fäulnis- und Gärungsprozesse in Magen und Darm.

Cumarine

Cumarine sind Pflanzenstoffe, die einen charakteristischen Geruch besitzen. Sie kommen z.B. im Waldmeister und im Süßklee vor. Cumarine verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, indem sie die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen.

Fette Öle

Fette Öle werden aus Samen oder Fruchtfleisch gewonnen, sind reich an ungesättigten Fettsäuren und können innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

Flavonoide

Als Flavonoide werden verschiedene Substanzen bezeichnet, die v.a. als Farbstoff für gelbe Blüten, Blätter und Früchte verantwortlich sind. Sie besitzen mehrere medizinisch interessante Eigenschaften, so wirken sie z.B. entzündungshemmend, gefäßerweiternd, harn- und schweißtreibend.

Gerbstoffe

Gerbstoffe wirken adstringierend (zusammenziehend), entzündungshemmend, austrocknend und blutstillend und spielen daher bei der Wundheilung eine wichtige Rolle.

Glykoside

Glykoside bestehen aus organischen Zuckerverbindungen. Zu dieser Gruppe gehören die Digitalisglykoside des Fingerhuts, die herzkraftstärkend (positiv inotrop) wirken und daher bei Herzinsuffizienz bzw. beim Altersherz eingesetzt werden. Herzwirksame Glykoside kommen aber auch im Adonisröschen, Maiglöckchen, im Strophanthus und der Meerzwiebel vor.

Saponine

Saponine sind Schaum bildende Pflanzenstoffe, die auswurffördernde, antibiotische, harntreibende und Venen kräftigende Wirkung besitzen. Sie kommen z.B. in Primelgewächsen vor.

Schleimstoffe

Schleimstoffe bestehen aus Kohlenhydraten und quellen bei Verbindung mit Wasser auf, sodass sie auf Schleimhäuten eine zähflüssige Schicht bilden. Dadurch erklärt sich ihre reiz- und hustenlindernde Wirkung. Sie kommen z.B. in der Königskerze und in der Linde vor.

Krankheit

Phytotherapeutika

Abstillen

Salbei= stoppt alle Flüssigkeitsausscheidungen

Abwehr steigernd

Wuchaseng (Eleutherococcus), Echinacea

Antibiotika, pflanzliches

Kapuzinerkresse

Arteriosklerose

Knoblauch

Augenbindehautentzündung

Augentrost, Fenchel

"Ausschwitzen"

Lindenblütentee, Schwarzer Holunder

Blähungen

Kümmel, Anis, Fenchel

Blasenentzündung

Bärentraubenblätter, Preiselbeeren

Diabetes

Topinambur (Stoffwechsel anregend durch Inulin), Bohnenschalentee

Durchblutungsfördernd

Knoblauch, Ginkgo biloba

Durchfall

geriebener Apfel (Glasreibe – oxidiert sonst), getrocknete Heidelbeeren

Entwässernd

Spargel, Brennnessel, Birkenblätter, Petersilienwurzel, Schachtelhalm (Zinnkraut)

Entzündungen

Kamille (nicht am Auge verwenden)

Gallensaft fördernd

Enzian, Wermut, Tausendgüldenkraut

Gastritis

Pfefferminz (gärungswidrig und gegen Übelkeit)

Hämorriden

Hamamelis, Mäusedorn, Eichenrinde (kalte Sitzbäder)

Herz

Digitalis !!Rp!!, Weißdorn, Meerzwiebel, Adonisröschen, Maiglöckchen

Husten

Thymian, Efeu, Fenchel, Anis, Königskerze, Spitzwegerich, Isländisch-Moos, Schlüsselblume, Meerrettich mit Honig

Hypotonie

Rosmarin, Kampfer

Kopfschmerzen

Pfefferminzöl an die Schläfen, ASS (Weidenrinde)

Krebs

Mistel

Leber

Mariendistel, Artischocke + Haferkleie gegen hohe Cholesterinwerte

Magen-Duodenalulcus

Melisse (beruhigend, krampflösend)
Kalmus (appetitanregend)
Johanniskrautöl (schützt Magenschleimhaut)
Fenchel, Süßholzwurzel

Menstruationsbeschwerden

Frauenmantel, Schafgarbe

Menstruationsschwäche

Mönchspfeffer

Mundschleimhautentzündung

Behandlungsverbot beachten!

Ratanhiawurzel, Salbei, Myrrhe, Nelkenöl

Nieren

Goldrute (Solidago)

Ohrenschmerzen

Zwiebelsäckchen, warmes Olivenöl, angeschnittener Knoblauch

Prostata-Hyperplasie

Kürbiskerne, Sabal, Brennnesselwurzel

Reizmagen

Kamille (entzündungshemmend)

Schlafstörungen

Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblume

Schwitzen, vermehrtes

Salbei

Übelkeit, Erbrechen

Pfefferminz, dünn gebrüht

Venen

Rosskastanie, Hamamelis, Steinklee, rotes Weinlaub

Warzen

frischer Schöllkrautsaft

Wunden

Weißzucker, Ringelblume, Kamille, Arnika (nicht direkt auf die Wunde)

Wurmbefall

Wurmfarn !!Rp!!, Knoblauch, Karotte, strahlenlose Kamille