Ausleitung / Entgiftung / Darmsanierung

Die wichtigste Basistherapie für die erfolgreiche Naturheilpraxis

Webinar (Online-Ausbildung)

Das Geheimnis für Ihre Therapieerfolge: Die Darmsanierung

Ein gesunder und entgifteter Darm ist die unverzichtbare Basis eines ganzheitlichen Heilungsweges. Jeder Heilpraktiker sollte bei seinen Patienten eine Entgiftung und Darmsanierung als Grundlagentherapie durchführen können. Mit diesem Grundstein Ihres Therapieplans werden auch Ihre weiteren naturheilkundlichen Heilmethoden besser wirken.

Kursziel

In unserer Online-Schulung lernen Sie das notwendige theoretische Wissen zur Entgiftung und Darmsanierung, um so in der Praxis erfolgreicher arbeiten zu können. Sie können danach eigenständig entscheiden, wann welches Präparat für welchen Patienten am besten geeignet ist, weil Sie genau wissen, wie die Inhaltstoffe wirken!

Kursinhalt

An sechs Kurstagen legen Sie den Grundstock für Ihre Therapieerfolge. Die beiden Dozentinnen dieses Webinars beleuchten die Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Kurstermine mit Silke Uhlendahl:

  • Basistherapie kompakt
  • Diagnostische Ansätze
  • Bewährte Therapieansätze

Kurstermine mit Stephanie Meurer:

  • Inhaltsstoffe der häufig eingesetzten Fertigpräparate in der Praxis
  • Erfahren Sie mehr über den Einsatz der verschiedenen möglichen Heilpflanzenzubereitungen, Teezubereitungen, bewährte spagyrische Rezepturen, Urtinkturen und Knospenmittel (Gemmotherapie).

Viele praxisnahe Tipps werden den Kurs abrunden. Ihre Fragen können Sie auch im Anschluss an Ihren Kurs in einem geschlossenen Forumsbereich stellen und Fälle aus der Praxis mit Kollegen/Kolleginnen diskutieren.

Schülermeinungen

Wie bewerten andere Teilnehmer diesen Kurs? Welche Erfahrungen haben Schüler gemacht? Hier finden Sie das Feedback unserer Schüler zu diesem Seminar. 

So läuft Ihr Webinar ab

Unterricht: Ihre Unterrichtstermine finden live statt. Hier können Sie interaktiv mitarbeiten und direkt Fragen an Ihre Dozentin stellen. 
Veranstaltungsort: Ihr heimischer PC

Lernunterlagen: 

  • Die Dozentinnen stellt ihre PP-Präsentation sowie weitere Dokumente zum Download in unserem E-Learning zur Verfügung.
  • Skript zum PDF-Download
  • Multiple Choice-Lernfragen im E-Learning

Aufzeichnungen: Sie können nicht immer live teilnehmen? Kein Problem: Alle Online-Schulungen Ihres Webinars werden komplett aufgezeichnet. Das heißt, Sie versäumen auch nichts, wenn Sie einmal nicht live dabei waren. In unserem E-Learning-System stehen Ihnen die Aufzeichnungen bis 6 Monate nach dem letzten Termin zur Verfügung.

Fachfortbildung: Nach Besuch des Kurses erhalten Sie einen kostenlosen Fachfortbildungsnachweis unserer Schule; Sie können sich diesen in unserem E-Learning-Portal selbst als PDF-Dokument herunterladen und ausdrucken.

Allgemeine Kursinformationen

Ihre Dozentinnen: 

Silke Uhlendahl
Heilpraktikerin 

Stephanie Meurer
Heilpraktikerin

Adressaten: Heilpraktiker, Heilpraktikeranwärter

Termine und Uhrzeit: 6 Termine à 90 Min.

  1. Mittwoch, 04.09.2019, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr mit Silke Uhlendahl
  2. Mittwoch, 11.09.2019, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr mit Silke Uhlendahl
  3. Mittwoch, 18.09.2019, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr mit Stephanie Meurer
  4. Mittwoch, 23.10.2019, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr mit Silke Uhlendahl
  5. Mittwoch, 30.10.2019, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr mit Silke Uhlendahl
  6. Mittwoch, 06.11.2019, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr mit Stephanie Meurer

Preis des Kurses: 220 €

Teilnehmer: min. 25, max. 99

Bepunktung: Bonuspunkte: 11, Fachfortbildungspunkte: 36

Hintergrundinformationen zu Ausleitungstherapien

Entgiftungen und Ausleitungen gehören zu den gängigen Therapieverfahren jedes Heilpraktikers.

Daher bieten wir an der Heilpraktikerschule Isolde Richter das Erlernen verschiedener Ausleitungsverfahren, wie z. B. die Entgiftung und Darmsanierung sowie das Schröpfen und Baunscheidtieren, an.

Warum Darmsanierung?

Jeder erfahrene Therapeut weiß, dass die beim Patienten vorgenommenen Therapien besser wirken können, wenn die Reaktions- und Entgiftungsfähigkeit des Körpers sowie der Zellen und des Darms gut funktionieren. Entgiftung und Darmsanierung sind daher ein Muss für ganzheitlich arbeitende Therapeuten, damit die verordneten Heilmaßnahmen besser wirken. Wichtige Aspekte für Ihre naturheilkundliche Praxis sind dabei:

Die Grundregulation

Die sogenannte Grundregulation, ein Begriff den Prof. Dr. Alfred Pischinger geprägt hat, beschreibt die Zusammenhänge, Funktionalität und wichtige Rolle des Bindegewebes und der Matrix. Die Grundregulation liefert das Grundverständnis für die Basistherapie und bildet das Bindeglied zwischen traditioneller Humoralpathologie und der modernen Medizin.

Die Ausleitung

Aus- und Ableitungsverfahren begleiten die Naturheilkunde seit Jahrhunderten und stammen ebenfalls aus der alten Lehre, der Humoralpathologie.

Unser Organismus muss sich mit einer Fülle von Giftstoffen auseinandersetzen. Wir kommen täglich mit schätzungsweise 60.000 körperfremden Stoffen in Berührung. Die Zwischendeponien sollten regelmäßig gereinigt, sprich entgiftet, werden, da sonst eine gestörte Kommunikation der Botenstoffe im Körper entstehen kann, wodurch der Körper empfänglicher für Erkrankungen wird.

Die Biochemie der Entgiftung

Jede Körperzelle muss adäquat versorgt werden, um permanent über die Mitochondrien Energie bereitstellen zu können. Die individuelle Biochemie der Entgiftung spielt dabei eine besondere Rolle und Grundkenntnisse darüber helfen, viele Therapiestrategien besser nachvollziehen und individualisierter planen zu können. Der Entgiftungsbegriff hat eine langjährige Tradition in der Naturheilkunde. Sowohl durch traditionelle als auch durch modernde Labordiagnostik können wir herausfinden, wie die gut die Entgiftung bei jedem Patienten individuell funktioniert und dann entsprechend unterstützend eingreifen.

Die Darmsanierung

„Der Tod sitzt im Darm“ sagt eine alte Weisheit. Heute können wir diese Aussage mit moderner Diagnostik untermauern. Das Mikrobiom des Darms hat deshalb in der Therapie einen enorm wichtigen Stellenwert. Wir wissen heute, dass viele chronische Beschwerden auch mit Veränderungen des Mikrobioms einhergehen. Ebenso kann eine Verschiebung des pH-Werts oder eine Änderung der Ernährung den Lebensraum der Mikrobiota verändern.

Um das Mikrobiom des Darms gesund zu erhalten oder wieder zu heilen bieten sich je nach Ausgangslage Darmreinigung, Darmentgiftung und Darmsanierung an, was sehr unterschiedliche Maßnahmen sind. Zur Unterstützung kommen dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Arzneimittel zum Einsatz. Neben den Präparaten zur mikrobiologischen Therapie haben sich unterstützend besonders homöopathisch und spagyrisch aufbereitete Pflanzen bewährt. Sie haben in der Regel weniger Nebenwirkungen als synthetische Medikamente und schädigen nicht die natürliche Darmflora. Auch für eine langfristige Einnahme sind sie daher gut geeignet.

Einführung in die Ausleitungsverfahren

Ausleitungsverfahren haben viele Bezeichnungen: Ausleitung, Giftausleitung, Entgiftung, Hautausleitungsverfahren.

Sie bilden schon in der Ausbildungszeit des Heilpraktikers einen Schwerpunkt, da praktisch jeder Heilpraktiker in seiner Praxistätigkeit Entgiftungen des Patienten durchführt. Manche Heilpraktiker wenden bei nahezu jedem Patienten zunächst ein Ausleitungsverfahren an, da die anschließenden angewandten naturheilkundlichen Therapien danach besser wirken.

Bei den Ausleitungsverfahren handelt es sich um Therapiemethoden nach der Humoralmedizin (Säftelehre). Diese Säftelehre geht auf den griechischen Arzt Hippokrates von Kos (460 - 377 v. Chr.) zurück. Sie basiert auf der Lehre von den vier Kardinalsäften: Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle.

Diesen Säften wurden bestimmte Temperamente zugeordnet. Es herrschte die Vorstellung von Zusammenhängen zwischen Körperinnerem und Hautoberfläche in der Art, dass die Organe eines kranken Körpers gereinigt werden können, indem schädliche Stoffe nach außen abgeleitet werden. Darauf beruht der Begriff „ausleitende Verfahren“.

Hippokrates sah also in Hautausschlägen, Eiterungen, Blutungen (auch Menstrualblut), Auswurf, Stuhl, Urin und Schweiß Möglichkeiten der Selbstreinigung des Körpers. Diese Vorstellung herrschte von der Antike bis in das 19. Jahrhundert und wurde dann weitgehend durch die Erkenntnisse der Virchowschen Zellularpathologie abgelöst.

Besonders hervorragende humoraltherapeutisch arbeitende Ärzte waren Paracelsus von Hohenheim (1493 - 1541) und Bernhard Aschner (Wien, 1883 - 1960).

Baunscheidtieren

Das Baunscheidtieren wird von Heilpraktikern als Hautausleitungsverfahren eingesetzt, das heißt es wird damit eine Giftausleitung über die Haut erzielt. Als Entgiftungsverfahren ist das Baunscheidtieren ein wichtiger Bestandteil der Heilpraktikerausbildung. Siehe auch Ausleitungsverfahren

Das Baunscheidtieren wurde von Carl Baunscheidt (1809 -1873) entwickelt. Baunscheidt selbst erzählt in seinem Buch „Der Baunscheidtismus“, dass er jahrelang an rheumatischen Beschwerden litt. Eines Tages saß er in seinem Garten und seine heftig schmerzende rechte Hand lag auf dem Tisch. Unzählige Mücken umschwärmten ihn. Einige davon setzten sich auf seine Hand und nachdem er mehrmals vergeblich versucht hatte, sie abzuwehren, ließ Baunscheidt sie gewähren. Kaum hatten die Mücken gestochen, so war der rheumatische Schmerz fast verflogen. Baunscheidt schreibt weiter: „Die Mücke lehrte mich also das Geheimnis: wie auf eine ganz einfache und natürliche Weise die eingefangenen Krankheitsstoffe aus dem leidenden Teil des Körpers herausgezogen und abgeleitet werden könnten...“.

Baunscheidt ist fasziniert von dem Vorgefallenen und entwickelt seinen „Lebenswecker“. Dieser allein bringt ihm aber noch nicht den gewünschten Erfolg, sodass er nun noch ein Öl entwickelt, das die Wirkung des Mückensekretes nachahmt.

Mehr über Baunscheidtieren finden Sie hier: Zur Kursseite Schröpfen und Baunscheidtieren >>

Schröpfen

Ziel des Schröpfens ist es, eine Ausleitung von Schadstoffen über die Haut zu erreichen. Von Heilpraktikern wird Schröpfen als Hautreizmethode eingesetzt. Man unterscheidet trockenes und blutiges Schröpfen.

(Angehende) Therapeuten können diese Methode zur Ausleitung und Entgiftung auch schon parallel zu ihrer Heilpraktikerausbildung erlernen. Siehe auch Ausleitungsverfahren

Historie

Das erste historische Zeugnis über die Schröpfkopfbehandlung reicht Jahrtausende zurück. In unseren Breitengraden geriet diese Methode im 15. Jahrhundert in die Hände von Badern und Feldscheren, die es als das sogenannte „blutige Handwerk“ betrieben. Durch ihr kritikloses Anwenden wurde die Methode in Verruf gebracht.

Im späten 19. und 20. Jahrhundert befand sich die Schröpfkopfbehandlung fast ausschließlich in der Hand von Laientherapeuten. Dies hing mit dem Aufkommen der klinisch-chemischen Forschung zusammen, durch die das Augenmerk von den Selbstheilungskräften des Menschen abgelenkt wurde. Im Vordergrund standen nun die medizinischen Apparate. Erst Bernhard Aschner verweist im Jahre 1928 in seinem Buch „Die Krise der Medizin“ wieder auf diese uralte Heilmethode.

Heute bieten viele Heilpraktiker mit verantwortungsvollem Einsatz diese wirkungsvolle Therapie vor allem im Rahmen einer Ausleitungs- und Entgiftungstherapie wieder an.

Mehr über Schröpfen finden Sie hier: Zur Kursseite Schröpfen und Baunscheidtieren >>

Blutegeltherapie

Aschner-Methode


In seinem Lehrbuch der Konstitutionstherapie beschreibt Aschner verschiedene aus- und ableitende Verfahren, die vorwiegend aus der Humoralpathologie entnommen sind, wie beispielsweise

  • Ausleitung über die Haut:
    Schröpfen, Baunscheidtieren, Cantharidenpflaster (verschreibungspflichtig)
  • Ausleitung über den Darm:
    Einläufe, Colon-Hydrotherapie, Glaubersalz
  • Ausleitung über die Niere (Diurese-Steigerung):
    vermehrtes Trinken, Einsatz von wassertreibenden Pflanzen (Diuretika)
  • Schweißtreibende Verfahren:
    Sauna, schweißtreibende Tees, Schwitzpackungen
  • Blutentziehende Verfahren:
    Aderlass, Blutegel

Ausleitungsverfahren werden oft mit einer Darmsanierung - auch als Symbioselenkung bezeichnet - kombiniert.