HP-Erlaubnis und HPP-Erlaubnis für Blinde

Maßgeblich ist hierbei ein grundsätzliches Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 13.12 2012 mit folgenden Leitsätzen:

  • Die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Approbation (Heilpraktikererlaubnis) kann auch erlangen, wer blind ist.
  • Der Antragsteller muss jedoch neben der grundsätzlichen Überprüfung seiner heilkundlichen Kenntnisse und Fähigkeiten (siehe Leitlinien des Bundes zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern vom Dezember 2017) auch nachweisen, dass er die durch die Blindheit gezogenen Grenzen der Heilkundeausübung kennt und beachtet (z.B. keine Irisdiagnose).
  • Hat er diese Überprüfung durch das Gesundheitsamt bestanden, hat der Anwärter einen Anspruch auf die unbeschränkte Erlaubnis als Heilpraktiker.
  • Das Tätigkeitsspektrum ist hierbei nicht sektoral, sondern individual-funktional eingeschränkt (so, wie jeder HP auch keine Therapien anwenden kann, die er nicht beherrscht).

Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die sektorale HP-Zulassung, z.B. HPP.

Der HP-Zulassung vorangestellt ist die Überprüfung durch das Gesundheitsamt. Diese besteht aber aus einem schriftlichen und einem mündlichen/praktischen Teil (siehe Leitlinien).

Hier schreiben das allgemeine Diskriminierungsverbot sowie die Behindertengleichstellungsgesetze (Bund und Länder) in Verbindung mit der Gleichstellungsverordnung-Bund vor, dass u.a. bei Prüfungen/Überprüfungen zwar die inhaltlichen Anforderungen des Prüfstoffes erfüllt werden müssen, die formale Durchführung der Prüfung/Überprüfung aber so zu gestalten ist, dass die behinderungsbedingten Nachteile auszugleichen sind. 

Da die Arten der Behinderungen aber z.T. sehr individuell sind, müssen die Ausgleichsmaßnahmen auch individuell festgelegt werden. Dies geschieht tatsächlich auch hinsichtlich der Überprüfung durch das Gesundheitsamt, wie Anfragen bei Gesundheitsämtern ergaben. Wichtig ist hierbei schon im Zulassungsantrag neben dem allgemeinen Gesundheitszeugnis auch Art, Umfang und Behinderungsgrad bezeugen zu lassen und rechtzeitig vor der schriftlichen Überprüfung mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen.

Herbstprüfung 2018

Am 10.10. findet die Herbstprüfung 2018 statt. Wir wünschen allen Heilpraktiker- und Heilpraktiker für Psychotherapie-Anwärtern gutes Gelingen und viel Erfolg!

TIPP: Am Prüfungstag werden wir wieder alle Prüfungsfragen (und unsere Antwortvorschläge) auf dieser Seite online stellen. Speichern Sie sich die Seite am besten gleich als Lesezeichen.

Als besonderes Angebot laden wir alle Prüflinge zu einer kostenlosen Online-Nachbesprechung mit unseren Dozentinnen ein (eine Voranmeldung ist nicht erforderlich!):

Online-Prüfungsvorbereitung

Direkt nach der schriftlichen Prüfung startet unser Prüfungsvorbereitungsblock für die mündliche: 
Prüfungsvorbereitung für HP

Die Prüfungsvorbereitung für HPP läuft bereits seit 24.09.2018, gerne können Sie noch einsteigen. Sprechen Sie uns an!
Prüfungsvorbereitung für HPP

Inklusion

Barrierefreie Webinare für sehbehinderte und blinde Menschen

Inklusion bedeutet die Einbeziehung von Menschen in die Gesellschaft. Als Anbieter zahlreicher Aus- und Weiterbildungen haben wir unseren Auftrag erkannt und möchten mithelfen, blinden und sehbehinderten Menschen einen Weg in die berufliche Selbstständigkeit zu ermöglichen oder durch neue Kenntnisse in ihrem alten Berufsfeld wieder Fuß zu fassen. Im Oktober 2018 starten als Pilotprojekt die ersten Webinare, die auch für sehbehinderte und blinde Personen zugänglich sind: Psychologischer Berater, Entspannungspädagoge und Bachblütenberater.

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Podcast

Attila Budai im Gespräch...

 

Lernen Sie die Dozenten der Heilpraktikerschule Isolde Richter ganz persönlich kennen! Erfahren Sie mehr über ihren Werdegang und die Themen, die sie faszinieren.

Attila Budai interviewt dazu in loser Reihenfolge seine Dozentenkollegen – informativ, persönlich und authentisch. 

Die neuen Prüfungsleitlinien sind da!

Erfreulich - die neuen Leitlinien zur HP-Prüfung da! 
Das ist deshalb erfreulich, weil nun endlich die HP-Prüfung bundeseinheitlich geregelt ist und nicht mehr einzelne Bundesländer ein eigenes Süppchen kochen können. Das ist ein großer Fortschritt in der HP-Ausbildung!

Die neuen Leitlinien treten am 22. März 2018 in Kraft. Das heißt, die kommende schriftliche Prüfung (am 21.03.2018) ist davon nicht betroffen. Es könnten jedoch in der mündlichen Prüfung entsprechende Fragen gestellt werden.

Große Neuerungen zu den Prüfungsinhalten zu den vorherigen Richtlinien gibt es nicht. Aber einige kleinere Erweiterungen sind:

Die antragstellende Person
1. ist im Rahmen ihrer Stellung im Gesundheitssystem in der Lage, sich mit anderen Berufsgruppen und Institutionen im Gesundheitswesen fachbezogen zu verständigen. 
2. ist sich der Bedeutung von Qualitätsmanagement und Dokumentation bei der Berufsausübung bewusst; sie ist in der Lage, diese Kenntnisse bei der Berufsausübung zu beachten
3.  kennt die für die Ausübung des Heilpraktikerberufs relevanten Rechtsvorschriften aus dem Straf- und Zivilrecht sowie aus anderen einschlägigen Rechtsgebieten, insbesondere das Heilpraktikergesetz, das Patientenrechtegesetz, das Heilmittelwerbegesetz, ...
4.  kennt geriatrische Erkrankungen

Alle anderen Punkte waren in den Richtlinien auch schon aufgeführt. Zu Punkt 1 bis 4 gehen im Februar an alle HP-Anwärter unserer Schule die entsprechenden Infos raus. 

Hier könnt ihr die kompletten Richtlinien nachlesen.

Link: PDF zum runterladen neue Leitlinien für die Heilpraktikerprüfung

Seite beim Bundesanzeiger einsehen. Im Suchfeld "Heilpraktikerüberprüfung" eingeben.