Hypnose anwenden

Online-Kurs (Webinar)

Praktische Einführung in die Arbeit mit Hypnose

Was ist das eigentlich, „Hypnose“? Kann ich das auch? Bin ich überhaupt „hypnotisierbar“? 

Viele Menschen haben sich solche Fragen schon einmal gestellt, nun haben Sie die Möglichkeit in einem kompakten und praxisorientierten Grundlagenkurs, in die faszinierende Welt der Hypnose einzusteigen. 

Finden Sie heraus, wie Hypnose funktioniert und wie Sie sie für sich und andere nutzen können. Verändern Sie Ihren Blick auf die Welt und auf sich selbst und kommen Sie wertschätzend mit Ihren eigenen unbewussten Potenzialen in Kontakt. 

Kursziel

Die Idee des Kurses, ist eine Vorstellung zu gewinnen, was Hypnose ist und wie sie (für sich selbst und andere) genutzt werden kann. Im Mittelpunkt steht die (spielerische) Selbsterfahrung von Trance-Prozessen, die dann auch mit Klienten leicht umgesetzt werden können.

Nach dem Kurs können die Teilnehmer sich selbst und Klienten „Trance-Angebote“ unterbreiten (der Klient kann in Trance gehen) und so Zielvisionen erleben bzw. Lösungsprozesse anstoßen. Sie sind dann dann in der Lage innere Zustände und Glaubenssätze zu verändern und positive Zustände so zu verankern, dass sie selbst oder ihre Klienten einen schnelleren Zugriff darauf haben. Grundsätzlich basiert der Kurs auf einem konstruktivistisch-wertschätzenden Weltbild, das im Einklang mit der systemischen Theorie steht und als äußerst hilfreich in der Arbeit mit sich selbst und Klienten sein kann.
Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf der Erlangung universal einsetzbarer hypnotischer Methoden, gleichzeitig werden aber auch Suggestionstexte (Blockadenlösung, Entspannung, Stress loslassen) für die Arbeit zur Verfügung gestellt.

Kursinhalte

Einstieg ins Thema und Aufbau von hypnotischem Rapport (Vertrauensverhältnis) zum Klienten

Der sog. Rapport ist der wohl wichtigste Teil eines jeden therapeutischen / hypnotischen Prozesses. Ein stabiles Vertrauensverhältnis  zwischen Therapeut(in) / Berater(in) und Klient(in) bildet das Fundament und ist gleichzeitig im Allgemeinen schon der hilfreichste Teil der gesamten Therapie / Beratung.
Daher wird zu Beginn der Ausbildung die Möglichkeit geboten, sich intensiv und praktisch mit Möglichkeiten der Herstellung eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses zu beschäftigen.
Weitere Themen sind ein genereller Einstieg und grundlegende Theorie.

Kleine Übungen zur Annäherung an Trance-Prozesse

Um die Wirkung von Hypnose schnell und leicht zu demonstrieren sind kleine Trance-Übungen praktisch. Teilnehmer und Klienten können sich so selbstständig von den Phänomenen der Trance überzeugen. 
Im therapeutischen Prozess kann der/die Berater(in) / Therapeut(in) hieraus erste Rückschlüsse für eine hilfreiche Zusammenarbeit ziehen.

Ablauf und Nutzung klassischer Hypnose

Die „klassische“ Hypnose bietet ein Grundgerüst für den Aufbau einer Hypnose. Sie nutzt dafür häufig Metaphern (Suggestionstexte), die den Hypnotisanten einladen, hilfreiche Erfahrungen im Kopf zu erleben. Hierdurch kann auf sanfte Art Veränderung angestoßen werden. 
Diese „klassische“ Struktur ist lediglich eine Form, mit Hypnose zu arbeiten. Gleichzeitig ist sie sehr nützlich um Grundprinzipien und Aufbau von sinnvollen hypnotischen Interventionen zu verstehen und anwenden zu lernen.

Selbsthypnose

Jede Hypnose ist eine Selbsthypnose. Gleichzeitig scheint Selbsthypnose anfänglich oft kompliziert. Daher werden im Seminar einfache Übungen vermittelt, um leicht in einen angenehmen und hilfreichen Trance-Zustand zu wechseln.

Einstieg in die analytische Arbeit: Submodalitäten – Der Code des Unbewussten

Submodalitäten, ein Konzept das aus dem NLP stammt, ist ein unverzichtbares Werkzeug Methodenkoffer eines/r jeden Therapeuten/in / Beraters/in. 
Submodalitäten stellen den Code dar, nach dem unser Unbewusstes Erfahrungen bewertet und klassifiziert. Sie erlauben schnell, einfach und effektiv zu intervenieren, und sind in jeder Art von Trance-Arbeit anwendbar.

Verankern und Festigen des Erlebten

Spätestens zum Ende einer Hypnose geht es um die Sicherung der Ergebnisse und den Transfer in den Alltag. Mittels sog. „Ankern“ und posthypnotischen Suggestionen werden hilfreiche Gefühle, Erlebnisse und Lösungen schnell zugänglich. 

Herzliche Einladung zum kostenlosen Vortrag

Hypnose - Die Mutter der Beratung / Psychotherapie?
Mittwoch, 07.10.2020, 19:00 Uhr

>> Details & Anmeldung

Allgemeine Kursinformationen

Dozent

Johann Scholz, Heilpraktiker (Psychotherapie) / Hypnose-Trainer

>> zur Dozentenseite

Adressaten: Heilpraktiker, Heilpraktiker (Psychotherapie), Psychologische Berater, Interessierte

Termine und Uhrzeit: 

  1. Mittwoch, 04.11.2020, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr - Kennenlernen (Kick-Off)
  2. Samstag, 07.11.2020, 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr - Intensive Heranführung an die Prozesse
  3. Mittwoch, 11.11.2020, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr - Interventionen 1
  4. Mittwoch, 18.11.2020, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr - Interventionen 2
  5. Mittwoch, 25.11.2020, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr - Interventionen 3

Preis des Kurses: 250 €

Unterricht: Die Live-Termine sind interaktiv, Fragen zu den Kursinhalten können Sie hier direkt an Ihren Dozenten richten.
Veranstaltungsort: Ihr heimischer PC 

Aufzeichnungen: Sie können nicht immer live dabei sein? Kein Problem: Alle Online-Schulungen werden komplett aufgezeichnet. Das heißt, Sie versäumen nichts, wenn Sie einmal verhindert sind und Sie können den Kurs auch nachträglich buchen und individuell nacharbeiten.

E-Learning: Ihr persönlicher Zugang zum E-Learning-Portal wird am Tag vor Kursbeginn freigeschaltet. Dort stellen wir Ihnen nach und nach die Unterlagen zu den einzelnen Schulungsterminen sowie die Aufzeichnungen zur Verfügung. Bonus: Bei diesem Webinar können Sie alle Inhalte im E-Learning bis 12 Monate nach Kursende nutzen!

Ihre Lernunterlagen: 

  • Vortragsfolien und weitere Unterlagen zum Download
  • Ausführliches Skript im PDF-Format

Literaturempfehlungen erhalten Sie im Webinar.

Fachfortbildung: Nach Besuch des Kurses erhalten Sie einen Fachfortbildungsnachweis unserer Schule; Sie können sich diesen in unserem E-Learning-Portal selbst als PDF-Dokument herunterladen und ausdrucken.

Teilnehmer: min. 5, max. 99

Bepunktung: Bonuspunkte: 12, Fachfortbildungspunkte: 48

Hintergrundinformationen

Was ist Hypnose?

Hypnose ist ein jahrtausendealtes Verfahren, dass nachweislich bereits im alten Ägypten zur Behandlung und Heilung von körperlichen und psychischen Störungen eingesetzt wurde. Dennoch ist die Geschichte der Hypnose deutlich älter, wahrscheinlich so alt wie der Mensch (oder vielleicht das Leben selbst). Hypnose ist die bewusste Induktion einer sog. Trance. Trance ist hierbei als ein Zustand der erhöhten Fokussierung der Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Erleben zu verstehen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass während einer Trance andere Sinneseindrücke (bis hin zu Schmerz) ausgeblendet werden.
Ist dies ungewöhnlich? Nein, absolut überhaupt nicht, es ist tatsächlich eine der natürlichen Funktionen unseres Organismus. Ein Beispiel, stellen sie sich vor, sie sind vollkommen vertieft ins Gespräch mit einem anderen Menschen, nehmen sie in dem Moment den Stuhl auf dem sie sitzen wahr? Hören sie das Geräusch der Klimaanlage die leise rauscht? Lesen Sie den Titel des Buches, das neben Ihnen auf dem Tisch liegt? Schmecken Sie den Kaffee in Ihrem Mund, in jeder Einzelheit?
Hypnose ist ein vollkommen natürlicher Vorgang, den eigenen Fokus bewusst auf (inneres) Erleben zu richten und so Verständnis und Wertschätzung für die eigene Welt zu entwickeln.

Wer hat die Kontrolle, Klient oder Therapeut?

Eine häufig auftretende Frage ist die, ob Menschen mit Hypnose „steuerbar“ sein. Diesen Eindruck möchten Showhypnotiseure vermitteln, die mit Hilfe von übergriffigen und auch teils gefährlichen Tricks, ihre „Klienten“ scheinbar willenlos machen.
In Studien wurde bewiesen, dass Menschen in Trance nicht gegen Ihre grundlegenden Überzeugungen verstoßen und nicht zu etwas gezwungen werden können, wenn sie dies explizit nicht wollen.
Hypnose ist ein Angebot, dass dem Bewusstsein eines Klienten gemacht wird und das er annehmen oder ablehnen kann. Demnach ist der Therapeut grundsätzlich ein Dienstleister der auf die Wünsche und Bedürfnisse des Klienten reagiert. Die Kontrolle bleibt grundsätzlich beim Klienten / Hypnotisanten.

Ist Hypnose wissenschaftlich anerkannt?

Im Jahre 2006 erkannte der wissenschaftliche Beirat Psychotherapie die Hypnose als wissenschaftliche Behandlungsmethode in der Psychotherapie in der Bundesrepublik Deutschland an.
Der wissenschaftliche Beirat setzt sich zusammen aus Ärzten / Psychiatern und Psychotherapeuten, die für Anerkennung von Verfahren und Methoden der Psychotherapie in Deutschland zuständig sind.

Wofür kann Hypnose eingesetzt werden, wann sollte lieber darauf verzichtet werden?

Hypnose ist unter anderem ein anerkanntes Verfahren für folgende Störungsbilder:

  • Phobien
  • Belastungsstörungen
  • Übergewicht
  • Schlafstörungen
  • Psychosomatik
  • Sexualstörungen
  • Akuter und chronischer Schmerz
  • Tabakabusus
  • Enuresis

Erfahrung zeigt jedoch die Wirksamkeit der Hypnose auch bei vielen anderen Störungen, wie Depression, Burn-Out, Angststörungen uvm.

Grundsätzlich nicht anwenden sollte man Hypnose bei Menschen mit besonders schwerwiegenden psychischen Störungen die psychiatrisches Behandlung bedürfen (insb. psychotische Störungen) sowie schweren körperlichen Erkrankungen, vor allem Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Herz- und Kreislauferkrankungen.